Immer der Sonne entgegen: Eine Grazer Erfindung macht PV-Anlagen falt- und schwenkbar. So können höhere Erträge erzielt – und Solarpaneele vor Hagel und Co. geschützt werden. Dahinter steckt ein Team vom Institut für Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz.
Viele nutzen die Sonne bereits als Stromlieferanten – jetzt ist es Forschern der TU Graz gelungen, die Energieausbeute zu optimieren. Mit einer Erfindung, die sich FLAPTrack nennt: Dank dieser richtet sich die PV-Anlage nach dem Sonnenstand aus und kann so bereits die ersten Morgenstrahlen nutzen. Das System erzielt einen durchschnittlichen Mehrertrag von knapp 40 Prozent – an einzelnen Tagen sogar 56 Prozent.
In der Nacht und bei drohendem Unwetter falten sich die Module zudem automatisch zusammen und sind so vor Schäden sowie möglicher Abschattung durch Schnee und Staub geschützt. Dahinter steckt ein Team rund um Armin Buchroithner vom Institut für Elektrische Messtechnik und Sensorik.
„Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit des Systems ist die zusätzliche Stromausbeute in den Tagesrandzeiten: Morgens und abends, wenn der allgemeine Stromverbrauch besonders hoch ist, liefert FLAPTrack mehr als doppelt so viel Strom wie traditionelle PV-Anlagen, was auch zur Netzentlastung beiträgt“, sagt Buchroithner.
Eine Demonstrationsanlage ist derzeit auf einem Bürogebäude am Campus Inffeldgasse im Einsatz. „Kerninnovation des Systems ist ein patentierter linearer Aktuator, der die Anlage sowohl zur Sonne ausrichtet, als auch zusammenfaltet“, erklärt Buchroithner. „Durch diese Doppelfunktion sparen wir Installations- und Betriebskosten, wodurch sich die Wirtschaftlichkeit verbessert.“
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