Salzburger Prestigebau

Diese Hürden erschweren Altbau-Sanierung

Salzburg
16.07.2026 11:00

Der Denkmalschutz und dicke Mauern bringen viele Herausforderungen bei der Sanierung von alten Gebäuden. Die Mieter im ehemaligen Seniorenwohnhaus Nonntal auf dem Salzburger Krauthügel können davon ein Lied singen ...

„Sanieren statt demolieren“, dieses Motto liegt in der Bauwirtschaft im Trend. Immer öfter sollen alte Mauern erhalten werden, um Rohstoffe und Geld zu sparen. Wird der Erhalt alter Mauern aber nur halbherzig umgesetzt, drohen neue Probleme. Die „Krone“ berichtete zuletzt über zahlreiche Herausforderungen, mit denen die Mieter im ehemaligen Seniorenwohnhaus Nonntal zu kämpfen haben.

Fehlende Jalousien aufgrund des Denkmalschutzes, hohe Heizkosten wegen großer Allgemeinflächen und dazu eine großzügige Gartenanlage, deren Betreuung die Bewohner der geförderten Mietwohnungen bezahlen müssen, sind nur ein Teil der Sorgen im 130 Jahre alten Gebäude.

„Denkmalgeschützte Gründerzeithäuser sind sehr schwierig zu sanieren. Die dicken, alten Mauern saugen die Energie auf, eine neue Außendämmung ist oft nicht möglich“, sagt der Salzburger Architekt Michael Strobl, der schon zahlreiche Sanierungen umgesetzt hat.

Neben den Jalousien gab es beim ehemaligen Seniorenwohnhaus Nonntal nach der Sanierung im Jahr 2022 auch keine neuen Fenster. Diese wären auch im Einklang mit dem Denkmalschutz möglich, es scheiterte aber wohl an den zu hohen Kosten. Der Bau am Krauthügel beherbergt jetzt 77 geförderte Mietwohnungen.

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