Generationenwechsel

Neuer Weg: Zwist um Erbe von Krebsforscher Greil

Salzburg
16.07.2026 09:00

Nach dem Rückzug des angesehenen Krebsmediziners Richard Greil, der in Salzburg Forschung und Klinik aufbaute, rumort es. Seine Nachfolger sprechen von Generationenwechsel und einem neuen Weg. Er selbst bleibt auch weiterhin aktiv. 

Salzburg ist in der Krebsmedizin längst kein kleines „Provinz-Krankenhaus“ mehr. Rund 48.000 Menschen erkranken in Österreich jährlich an Krebs. Bei den Behandlungen wurden zuletzt mit großem Tempo Fortschritte erzielt. Die III. Medizin im Uniklinikum wird im Frühjahr 2027 in ein nagelneues Haus übersiedeln. „Es laufen intensive Planungen“, wie der interimistische Vorstand Alexander Egle zuletzt meinte. Unruhige Zeiten für die Klinik. Die Ausschreibung der Leitung wurde zuletzt auch abgebrochen, weil Fragen zur Zukunftsstruktur offen blieben, heißt es.

Richard Greil machte Salzburg international bekannt. Er betont, große Summen an ...
Richard Greil machte Salzburg international bekannt. Er betont, große Summen an Forschungsgeldern nach Salzburg gebracht zu haben.(Bild: Markus Tschepp)

Salzburger Patienten kommen früher an Medikamente
Der renommierte Krebsmediziner Richard Greil ist seit Ende 2024 in Pension: Der langjährige Leiter, der sich auch in der Corona-Pandemie einen Namen machte, hinterließ ein großes Erbe. Er baute in der Klinik Labors und weitere Forschungsgesellschaften auf. Von einem Studienzentrum profitieren seit Jahren Patienten, weil sie früher Zugang zu neuen Medikamenten haben. Diese Studientätigkeit soll von der Klinik so weiterbetrieben werden.

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In der Krebsforschung ist es in Salzburg bisher gelungen, Stärken auszubauen. Das soll so weitergehen.

Fritz Aberger, Fachbereichsleiter an der Uni Salzburg für Biowissenschaften und Medizinische Biologie

Die übrige Forschungstätigkeit wird neu organisiert. Das Krebszentrum (Cancer Cluster Salzburg), wo bisher Forscher von Uni Salzburg und Klinik aktiv waren, gibt es künftig so nicht mehr. Es wird im größeren Zusammenschluss aller Salzburger Unis im Bereich „Life Sciences“ (Lebenswissenschaften), der von Bund und Land finanziert wird, integriert. „Es hat ein Generationenwechsel stattgefunden. Aber das heißt nicht, dass jetzt alles zusammenbricht. Wir gehen mit den besten Köpfen und mit noch mehr Kraft voran“, so Co-Gründer Fritz Aberger.

Krebsforscher Greil ist weiterhin aktiv
Richard Greil zur „Krone“. „Das von mir vorgeschlagene Konstrukt wurde zu Fall gebracht.“ Er ist in fünf Forschungseinrichtungen aktiv und will jetzt außerhalb Salzburgs andocken.

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