Gemäß den vorläufigen Ergebnissen für das Jahr 2025 konnte sich der Außenhandel Vorarlbergs auf einem hohen Niveau stabilisieren. Die Exporte stiegen um 0,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro, während die Importe um 0,4 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zulegten. Angesichts der vielen globalen Krisen und Unsicherheiten ist das eine beindruckende Leistung.
Aus der Differenz von Exporten und Importen errechnet sich ein Handelsbilanzüberschuss von vier Milliarden Euro – damit ist ein neuer Rekordwert erreicht, zudem ist der Pro-Kopf-Überschuss in keinem anderen Bundesland höher. Und das trotz Teuerung, Zöllen und anderer geopolitischer Verwerfungen. „Das ist ein klarer Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft unserer Unternehmen“, sind sich Landeshauptmann Markus Wallner, Wirtschaftslandesrat Marco Tittler sowie Wirtschaftskammerpräsident Karlheinz Kopf einig.
Vorarlberg setzt österreichweit die Standards
Ebenfalls beeindruckend fallen zwei weitere Kennzahlen aus: Die Exportquote lag im Vorjahr bei 57 Prozent, daraus resultiert ein Pro-Kopf-Exportwert von 32.007 Euro – auch damit setzt das Ländle österreichweit Maßstäbe. „Besonders erfreulich ist, dass die Nachfrage aus unseren wichtigsten Exportmärkten wieder anzieht. Nichtsdestotrotz ist gerade unsere exportorientierte Industrie auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Wir werden unsere Vorhaben in Sachen Bürokratieabbau und in Bezug auf den Fachkräftemangel konsequent vorantreiben“, verspricht Landeshauptmann Markus Wallner. Ins gleiche Horn bläst Wirtschaftslandesrat Marco Tittler: „Der hohe Handelsüberschuss zeigt, dass unsere Betriebe auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich auf den internationalen Märkten bestehen. Während wir uns am Standort Vorarlberg weiterhin auf unsere Stärken konzentrieren, müssen wir aber auch neue Märkte erschließen.“
Besonders erfreulich ist, dass die Nachfrage aus unseren wichtigsten Exportmärkten wieder anzieht.
Landeshauptmann Markus Wallner
Deutschland bleibt der mit Abstand wichtigste Handelspartner
Stichwort „Märkte“: Die Exporte nach Deutschland, dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner Vorarlbergs, stiegen um 0,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Auch die Schweiz und Italien verzeichneten Zuwächse von 4,3 Prozent bzw. 4,2 Prozent. Rückgänge gab es hingegen bei den Exporten in die USA (-2,9 Prozent) und nach Frankreich (-3,3 Prozent). Die Warengruppe „Kessel, Maschinen und Apparate“ konnte mit einem Plus von 4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro besonders stark zulegen, während die „Nahrungs- und Genussmittel“ einen Rückgang um 4,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro verzeichneten.
Großes Handelsbilanzdefizit mit China
Bei den Importen stellt sich das Bild ein wenig anders dar: Deutschland bleibt mit einem Anteil von 37 Prozent am gesamten Importvolumen der wichtigste Lieferant, gefolgt von der Schweiz und China. Der Handel mit Asien bleibt jedoch weiterhin defizitär, insbesondere mit China – das Handelsbilanzdefizit mit dem „Reich der Mitte“ beläuft sich mittlerweile auf 560 Millionen Euro.
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