Stiftung Maria Ebene

Suchthilfe in Vorarlberg wird neu ausgerichtet

Vorarlberg
15.07.2026 14:21

Das Suchtkrankenhaus Maria Ebene in Frastanz beschreitet therapeutisch neue Wege. Behandlungen sollen künftig vorrangig ambulant stattfinden. Der größte Vorteil des neuen Konzeptes: Die Wartezeiten für Betroffene verkürzen sich massiv. 

Die Stiftung Maria Ebene hat ihr Therapiekonzept für Suchterkrankungen grundlegend reformiert. Am Mittwoch wurde in Frastanz der neue Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ vorgestellt. Die ambulante Versorgung wird damit zur Regelform. Ein stationärer Aufenthalt erfolgt nur noch bei klaren medizinischen Notwendigkeiten und wird von Beginn weg mit einer Nachbetreuung verknüpft.

Antwort auf verändertes Suchtverhalten
Laut Primaria Simone Bratl reagiere man damit auch auf das sich verändernde Suchtverhalten: „Wir sind zunehmend mit komplexen Mehrfachabhängigkeiten konfrontiert. Ein oft toxischer und gefährlicher Mischkonsum von unterschiedlichen Substanzen ist heute immer häufiger die Regel.“ Das adaptierte Modell soll wissenschaftliche Standards mit der klinischen Praxis verbinden. Es schaffe klar definierte Behandlungspfade, die für mehr Struktur und Steuerbarkeit innerhalb der Stiftung sorgen würden, so die Verantwortlichen. Das neue Medizin- und Therapiekonzept ist zudem eingebettet in die bestehende Psychiatrie- und Suchtstrategie des Landes. „Es ist ein wichtiges Instrument für uns, das die gesamte Versorgungskette in der Suchtarbeit abbildet“, betont Greti Schmid, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Maria Ebene.

Wartezeit drastisch reduziert
Ein erster großer Erfolg ist die Reduktion der Wartezeit für eine Langzeittherapie von über einem Jahr auf nunmehr rund zwei Monate. Dies gelingt durch den Ausbau der tagesklinischen Angebote. Soll meinen: Die kostenintensiven stationären Aufenthalte werden durch eine längere und strukturierte Nachsorge ausgeglichen. Das soll den Betroffenen die Rückkehr in den Alltag erleichtern und sie sozial stabilisieren.

Jahresbericht zeigt hohe Auslastung
Der aktuelle Jahresbericht für 2025 belegt die hohe Nachfrage – und auch die Notwendigkeit von Reformen: Im Vorjahr gab es 469 stationäre Aufnahmen, die Auslastung der Betten lag bei fast 90 Prozent. Die ambulanten „Clean“-Beratungsstellen betreuten insgesamt 1630 Klienten, davon 300 in Substitution. Die Suchtprävention „Supro“ erreichte sogar 9641 Personen. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

17° / 26°
Symbol leichter Regen
19° / 27°
Symbol leichter Regen
19° / 28°
Symbol leichter Regen
18° / 27°
Symbol leichter Regen
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung