Wir sollten weniger über Aufrüstung reden, sondern versuchen, mit Kreml-Chef Putin ins Gespräch zu kommen, vielleicht könnten wir dann einmal sogar über Abrüstung sprechen, hat Armin Laschet in seiner Funktion als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des deutschen Bundestages jüngst gesagt und dafür auffallend viel Zuspruch von Militärexperten erhalten. Dabei könnte man Laschet als Traumtänzer abtun.
Sollte man aber nicht. Es macht durchaus Sinn, was das Polit-Urgestein der CDU da sagt. Russland wird nicht verschwinden und einen Krieg, den keine Seite gewinnen kann – so ist das in der Ukraine -, kann man nur durch Verhandlungen beenden. So schwierig sie auch sein mögen.
Stattdessen inszeniert sich die sogenannte „Koalition der Willigen“ als felsenfester Unterstützer der Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland. Das, was da an konkreter Hilfe kommt, reicht aber niemals aus und wird auch niemals ausreichen. Dafür fehlt es nämlich an politischem Willen, weil viele eine weitere Eskalation fürchten und niemand für Kiew in den Krieg ziehen möchte.
Dafür gibt es in der Nähe von Paris tatsächlich bereits ein Hauptquartier für die europäische Friedenstruppe, die einst einen Waffenstillstand absichern soll. Eine Truppe, die niemals zum Einsatz kommen wird, weil Russland europäische Soldaten auf ukrainischem Territorium strikt ablegt.
Die „Willigen“ sind die europäischen Traumtänzer.
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