Mord an Brexit-Ikone
Anti-Terror-Polizei ermittelt im Fall Widdecombe
Der mutmaßliche Mordfall um die britische Brexit-Ikone Ann Widdecombe wird nun doch von der Anti-Terror-Polizei übernommen. Zunächst war bei dem in Großbritannien aufsehenerregenden Fall nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen worden.
„Nach neuen Informationen und Beweisen leitet die Anti-Terror-Polizei nun die Ermittlungen zum schrecklichen Mord an Ann Widdecombe“, schrieb die britische Innenministerin Shabana Mahmood auf der Plattform X. „Die Polizei verfolgt mehrere Ermittlungsansätze, um das Motiv für diesen Angriff zu klären.“ Bei dem Verdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Briten.
Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und Brexit-Befürworterin Widdecombe war am vergangenen Donnerstag in ihrem Haus im Dartmoor in der Grafschaft Devon tot aufgefunden worden. Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf. Daraufhin wurde eine Mordermittlung eingeleitet.
Widdecombe vertrat ultrakonservative Ansichten
Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für die Brexit-Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK. Die zum Katholizismus übergetretene Politikerin vertrat zudem ultrakonservative Ansichten. So forderte sie etwa die Wiedereinführung der Todesstrafe, sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von Transpersonen über deren Geschlecht aus.
Auch im britischen Unterhaltungsfernsehen war Widdecombe keine Unbekannte: So trat sie etwa bei der Tanzshow „Strictly Come Dancing“ und bei „Celebrity Big Brother“ auf.









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