Elektro-Roller werden auf Österreichs Straßen zunehmend zum Sicherheitsrisiko. Nach jüngsten Problemen mit bis zu 91 km/h schnellen E-Rollern wurde jetzt ein Raser in Oberösterreich mit der Rekordgeschwindigkeit von 150 km/h aus Verkehr gezogen.
Da staunten selbst die Polizisten, als sie bei einer Schwerpunktkontrolle in Traun in Oberösterreich einen E-Scooter aus dem Verkehr zogen, der 150 km/h erreichte. Das ist somit Rekord und sechsmal schneller als die gesetzlich erlaubten 25 km/h.
Getunte Gefährte auf zwei Rädern sind ein gefährlicher Trend, denn das Unfallrisiko ist hoch. Jährlich landen mehr als 7500 E-Sooter-Fahrer nach Stürzen im Spital. Die Polizei hat die Rollerfahrer längst im Visier. So wurden vor wenigen Tagen in Wien bei Kontrollen Geschwindigkeiten von 46, 59, 70 und sogar 91 km/h gemessen. Viele Besitzer sind minderjährig. Eltern sowie Jugendliche, falls sie schon strafmündig sind, werden angezeigt.
Tunen eines Scooters ist kinderleicht
In Italien tritt nun ab Donnerstag die Haftpflichtversicherung für E-Scooter in Kraft – mit Kosten zwischen 35 und 150 Euro jährlich. Das Tunen eines Scooters ist übrigens sehr einfach. „Es gibt mehrere Möglichkeiten. Besonders beliebt ist das Manipulieren per App“, erklärt ein Techniker. Dazu wird das Smartphone über Bluetooth mit dem E-Scooter verbunden. Dabei ändert sich die Programmierung im Controller, dem „Gehirn“ des Scooters, die elektronische Drossel fällt.
Andere Roller-Rowdys besorgen sich Tuning-Chips. Sie werden im Trittbrett oder am Akku eingesetzt. Der Chip fängt die Signale des Motors ab und gibt dem System vor, dass der Roller langsamer fährt, als er es tut. Einige Modelle haben ein kleines, oft blaues Kabel, das als Schleife aus dem Steuergerät kommt. Wird es gekappt, fällt die Drossel weg. Sobald ein Roller auffrisiert wurde, darf er aber nicht mehr auf öffentlichen Straßen unterwegs sein.
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