Drei Viertel der Opfer

Tödliche Gefahr für ältere Radfahrer auf Straßen

Kärnten
13.07.2026 14:00
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Drei von vier tödlich verunglückten Radfahrern in Kärnten im Vorjahr waren über 65 Jahre alt. Während das Rad und E-Bikes gute Mobilitätslösungen darstellen, hinkt die Infrastruktur noch hinterher.

Wenn man nicht mehr zur Arbeit fahren muss, verkürzen sich für die Menschen natürlich alle Strecken, die täglich zurückgelegt werden müssen. Daher erfreuen sich Fahrräder und E-Bikes besonders bei den Über-65-Jährigen großer Beliebtheit – mehr als ein Drittel nutzt das Zweirad regelmäßig. Das hat leider auch Schattenseiten.

So gehörten im Vorjahr 75 Prozent aller tödlich verunglückten Radfahrer, 2024 gar 80 Prozent, dieser Altersgruppe an. „Mit der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird es immer wichtiger, dass unser Verkehrssystem seniorengerecht wird“, betont Verkehrsexpertin Klara Maria Schenk, VCÖ. „Das heißt , ein dichteres Radwegenetz und auf Straßen im Ortsgebiet ohne Radwege ein Tempolimit von höchstens 30 km/h.“

So können Menschen über 65 länger sicher mobil bleiben – gerade E-Bikes erweitern im Vergleich zu regulären Fahrrädern die Reichweite. Leider kann das höhere Tempo zugleich zu einer erhöhten Unfallgefahr führen.

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