Erstmals in Kärnten

Kaiserliches Brautkleid in Museum ausgestellt

Kärnten
13.07.2026 07:00

Premiere für Kärnten: Das Hochzeitskleid von Kaiserin Elisabeth ist erstmals im Museum des Stiftes St. Paul bei uns in Kärnten zu sehen – bei der Sonderschau frau:macht:kunst.

Im Stift St. Paul im Lavanttal wird heuer zur Ausstellung „Schatzhaus Kärntens – Universum Wissen“ auch die Sonderschau frau:macht:kunst gezeigt. Und dabei mischt sich ein besonders edles Stück um weitere Exponate und Bilder. Zu bestaunen gibt es das prunkvolle Hochzeitskleid, das Kaiserin Elisabeth – kurz „Sisi“ – das sie bei ihrer Vermählung mit Kaiser Franz Joseph I., eines der bedeutsamsten höfischen Ereignisse des 19. Jahrhunderts, getragen hat. Die weiße Seidenrobe mit reicher Gold- und Silberstickerei stammt aus dem Jahr 1854.

Aus Seidenpracht wurde prunkvolles Gewand
Die kostbaren textilen Bestandteile des Brautkleides wurden später in einen Vespermantel, ein sogenanntes Pluviale, umgearbeitet und gelangte in die Basilika Maria Taferl in Niederösterreich. Museumsdirektor Pater Gerfried Sitar: „So wurde aus der Seidenpracht ein prunkvolles Gewand, das fortan nicht mehr der Repräsentation einer Person, sondern für Feierlichkeiten diente.“ Diese Umgestaltung bewahrte den materiellen Wert des Stoffes, verlieh ihm zugleich eine neue, sehr bedeutungsvolle Funktion.

Sisis Hochzeitskleid
Sisis Hochzeitskleid(Bild: Dieter Arbeiter)
(Bild: Dieter Arbeiter)
Kaiserin Sisi ist eine der Frauen, die bei der Sonderschau frau:macht:kunst eine Rolle spielt.
Kaiserin Sisi ist eine der Frauen, die bei der Sonderschau frau:macht:kunst eine Rolle spielt.(Bild: Dieter Arbeiter)
(Bild: Dieter Arbeiter)
Auch ihre Fächer sind zu sehen. Schüler des Stiftsgymnasiums haben den Raum gestaltet und einen ...
Auch ihre Fächer sind zu sehen. Schüler des Stiftsgymnasiums haben den Raum gestaltet und einen Film gedreht.(Bild: Dieter Arbeiter)

Was im höfischen Raum mit Glanz, Stand und dynastischer Erwartung verbunden war, wurde im kirchlichen Raum zu einem Zeichen der Verehrung, der Frömmigkeit und der sakralen Würde. Museums-Kurator Sitar: „Aus der Erinnerung an die kaiserliche Hochzeit wurde ein Zeugnis gelebter Frömmigkeit.“

Ausstellungsraum von Schülern gestaltet
Der Sonderausstellungsraum im Stiftsmuseum wurde vom Museumsdirektor mit Schülern der 7b-Klasse des Stiftsgymnasiums gestaltet. „Die Schüler haben sich mit dem Thema Frau in der Gesellschaft befasst. Erzählt wird, wie Frauen im Laufe der Jahrhunderte eine wichtige Rolle gespielt haben. Denken wir an Maria Theresia, die die Bildungsreform in Österreich eingeleitet hat.“ Es wurde sogar ein Film gedreht.

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