Dass die Quecksilbersäule heuer bereits im Juni auf fast 40 Grad geklettert ist, war laut Experten ein Vorgeschmack. Künftig werden extreme Hitzetage wohl öfter drohen. In Mödling arbeitet man schon an einem Hitzeplan.
Nicht erst seit den knapp 40 Grad im Juni ist die Klimakrise in Mödling längst spürbar. Davon ist man im Rathaus überzeugt. „Die zunehmende Hitze wird für die Bevölkerung zur immer größeren Gefahr“, erklärt Bürgermeisterin Silvia Drechsler. Daher sei Anpassung an die klimatischen Gegebenheiten wichtig.
Erste Schritte gesetzt
Drechsler hat jetzt das Gesundheitsreferat und den zuständigen Stadtrat Stephan Schimanowa beauftragt, einen Hitzeplan für Mödling zu erstellen. In einem ersten Schritt werden alle bereits bestehenden Maßnahmen und Konzepte zusammengeführt. „Wir erheben einmal den Status quo und sichten auch Best-Practice-Beispiele aus anderen Gemeinden“, schildert Schimanowa jene Aktivitäten, die bereits angelaufen sind.
Orte zum Abkühlen
Für die Zukunft soll ein Netz sogenannter „kühler Räume“ über das Stadtgebiet gespannt werden, wo man der größten Hitze zeitweise entfliehen kann. „Bereits bestehende Angebote wie etwa in Kirchen werden natürlich integriert“, sagt Schimanowa. Zusätzlich will man weitere Abkühlungsmöglichkeiten für Passanten im Stadtgebiet schaffen – angedacht sind beschattete Sitzgelegenheiten und Wasserstellen.
Gebäude „aufrüsten“
Abschauen wird man sich eine Maßnahme aus Baden. „Dort hat man auch die örtliche Wirtschaft ins Boot geholt und Betriebe speziell gekennzeichnet, in denen man kostenlos Trinkwasserflaschen auffüllen kann“, heißt es aus dem Mödlinger „Hitzekomitee“, dem außer Schimanowa noch Vizebürgermeister Rainer Praschak, Stadtrat Michael Danzinger sowie die Schulgemeinde-Obfrauen Sabine Karl-Moldan und Nicole Kolar angehören. Letztere beiden, weil auch die künftige Kühlung von Schul- und Kindergarten-Gebäuden maßgebliches Kapitel im Hitzeplan sein muss: „Erste Kostenschätzungen dafür werden bereits eingeholt“, verlautet dazu aus dem Rathaus.
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