Doch mit Lichtblick

Österreich schwitzt wieder: Nächste Hitzewelle da

Österreich
10.07.2026 06:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Gluthitze wütet bereits in Spanien und Frankreich – jetzt erreicht die nächste Hitzewelle auch Österreich. Während im Westen Europas örtlich bis zu 40 Grad erwartet werden, steigt auch hierzulande das Thermometer wieder über die 30-Grad-Marke. Doch es gibt auch einen Lichtblick.

Die kurze Verschnaufpause ist vorbei: Ab dem Wochenende rollt die nächste Hitzewelle über Österreich. Verschärft wird die Lage durch die anhaltende Trockenheit, wie Wetterexperten der Unwetterzentrale berichten. Deshalb bleibt das Grill- und Rauchverbot auf öffentlichen Grillplätzen sowie im Wald und in Waldnähe weiterhin aufrecht. Die Bevölkerung wird angesichts der hohen Brandgefahr zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Schwere Waldbrände im Westen
In Spanien und Frankreich hat die Hitzewelle mit bis zu 42 Grad die Länder bereits fest im Griff. In den Pyrenäen wüten derzeit großflächige Waldbrände, die sich über Tausende Hektar ausbreiteten und zahlreiche Menschen zur Evakuierung zwangen.

Derzeit hält eine Luftströmung aus Nordwesten die große Hitze hierzulande noch fern. Am Wochenende verlagert sich das Hochdruckgebiet jedoch nach Osten und legt sich über Österreich. Dadurch steigen die Temperaturen wieder deutlich an – meist werden Höchstwerte zwischen 28 und 33 Grad erreicht.

Wochenende wird heiß und sonnig
Konkret dominiert am Wochenende überwiegend hochsommerliches Bilderbuchwetter. Bei meist wolkenlosem Himmel und viel Sonnenschein sind die Bedingungen ideal für Ausflüge oder einen Tag am Badesee. Am Freitag bleibt es in weiten Teilen Österreichs trocken bei Temperaturen bis zu 28 Grad. Nur über den Bergen bilden sich am Nachmittag vereinzelt Quellwolken, die meist harmlos bleiben.

Lediglich in den Karnischen Alpen und den Karawanken können sich im Tagesverlauf einzelne Gewitter entwickeln. Wer dort in den Bergen unterwegs ist, sollte das Wetter genau im Auge behalten.

Was ist eine Hitzeglocke?

Ein kräftiges Hochdruckgebiet legt sich über eine Region und hält die heiße Luft wie unter einer Glocke gefangen. Gleichzeitig erwärmt sich die absinkende Luft zusätzlich. Wolken lösen sich auf, die Sonne kann ungehindert einheizen und kühlere Luftmassen kommen kaum nach. Dadurch steigen die Temperaturen von Tag zu Tag weiter an. Derselbe Mechanismus sorgte bereits Ende Juni für die extremen Hitzewerte.

Und auch in der kommenden Woche bleibt es sonnig und heiß. Laut Unwetterzentrale erreicht die Hitze zur Wochenmitte mit bis zu 35 Grad ihren Höhepunkt. Der Mechanismus dahinter wird als Hitzeglocke bezeichnet. Denn: Ein kräftiges Hochdruckgebiet setzt sich über einer Region fest und schließt die heiße Luft wie unter einer Glocke ein. 

Keine Glutnächte erwartet
Der einzige Lichtblick: Tropische Nächte mit Temperaturen von mindestens 25 Grad dürften diesmal weitgehend ausbleiben. Auch tagsüber wird es nach derzeitigem Stand nicht ganz so heiß wie während der letzten Hitzewelle im Juni. Zwar wird es vielerorts wieder heißer als 30 Grad. Entwarnung geben die Wetterexperten aber vorsichtig: Rekordwerte sind derzeit nicht in Sicht. Ganz sicher ist die Prognose noch nicht, denn die Wettermodelle weisen noch gewisse Unsicherheiten auf.

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