Ballonfahrer gerettet

Salzburger „Ufo“ drohte in Zeller See zu stürzen

Salzburg
11.07.2026 14:22

Während die Stadt-Salzburger am Freitagabend noch über einen Heißluftballon in Schraubenzieherform staunten, geriet das ungewöhnliche Flugobjekt am Samstagvormittag beinahe in Seenot – und das mit drei Menschen an Bord.

„Es gibt immer wieder einmal tieffliegende Ballone in unserer Gegend“, erzählt Michael Kling. Er war als Einsatzleiter der ASBÖ Wasserrettung in Zell als einer der ersten beim ungewöhnlichen Einsatz mit dabei. „Der Ballonfahrer hat uns selbst angerufen, weil er mit der Thermik Probleme gehabt haben dürfte.“

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Der Ballonfahrer hat selbst angerufen. Er hat Probleme mit der Thermik, kann sich nur schwer über dem See halten und braucht jemanden, der ihn ans Ufer zieht.

Einsatzleiter Michael Kling

Also ging es für die Wasserretter um 8.46 Uhr im Eiltempo auf den See hinaus. Auch ein Polizeiboot und die Freiwillige Feuerwehr machten sich auf den Weg zum ungewollten Tiefflieger. „Piloten, die gerade für eine Flugshow trainierten, haben ebenfalls mitbekommen, dass der Ballon Probleme hatte – und über Funk den Flughafen informiert“, sagt Kling zur „Krone“.

Am Sportplatz konnte er schließlich sicher landen.
Am Sportplatz konnte er schließlich sicher landen.(Bild: Wasserrettung Zell am See)

Nachdem vorerst unklar war, wie viele Menschen sich an Bord des Ballons befinden und ob jemand verletzt ist, wurde sofort ein großer Alarm ausgelöst. „Innerhalb von vier Minuten war das Polizeiboot auf dem See. Binnen sieben Minuten war die Wasserrettung bereit und auch das Feuerwehrboot schon im Wasser“, freut sich der Einsatzleiter über die hervorragende Zusammenarbeit.

Am See erreichte das Polizeiboot das Ziel als Erstes. „Es hat dann die Leine übernommen und den Ballon mit Schwung in Richtung Süden gezogen. Der Ballonfahrer konnte dann am Sportplatz landen. Alle drei Insassen blieben unverletzt“, erzählt Kling. Der Ballon dürfte im Rahmen des Glemmride Bike Festivals unterwegs gewesen sein. Nach gut einer Stunde sei alles erledigt gewesen: „Alle wissen, was im Notfall zu tun ist. Das war ja bereits unser 102. Einsatz heuer.“

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