Gute Neuigkeiten für einen Großteil der Belegschaft der insolventen Trilety GmbH in Hallein: Mit der Gründung der Hall X-Tech GmbH wird es am Standort bald weitergehen. Neo-Geschäftsführer und Ex-Trilety-Mitarbeiter Roland Hallinger setzt dabei auf sein bewährtes Team.
„Ich bin seit cirka 20 Jahren im Unternehmen und seit langem technischer Leiter“, erzählt Roland Hallinger. Seine neu gegründete Hall X-Tech GmbH hat am Freitag überraschend die in die Pleite geschlitterte Trilety GmbH übernommen. „Die letzten Jahre waren schwierig“, gibt er offen zu. Unter anderem hätten Corona-Kredite und folgende Preissteigerungen zum Millionen-Konkurs des Aufbau- und Reinigungsmaschinen-Spezialisten Trilety geführt.
Die letzten Jahre waren schwierig. Ich möchte einiges am Produktprogramm ändern und künftig noch innovativer werden.
Roland Hallinger, Geschäftsführer Hall X-Tech
„Ich habe immer offen kommuniziert, dass ich es anstreben würde, das Unternehmen im Falle einer Insolvenz fortführen zu wollen“, sagt Hallinger im Gespräch mit der „Krone“. Dabei setzt er unter anderem auf ein „hochmotiviertes Kernteam an qualifizierten Mitarbeitern“ – sein „kostbarstes Gut“, wie der Geschäftsführer überzeugt ist: „Sie haben daran geglaubt, dass das weiterlaufen kann.“
Nach der Pleite mit einer neuen GmbH frisch anzufangen, sei natürlich einfacher als ein alteingesessenes Unternehmen zu sanieren. Unterstützung erfährt er dabei ausgerechnet von der Familie Trilety, die das Unternehmen im Jahr 1953 am Standort Hallein gründete.
Zum Neuanfang sollen bestellte Maschinen fertiggestellt werden. „Diese haben wir herausgekauft“, so Hallinger. „Und wir werden den Ersatzteilverkauf für unsere Bestandskunden wieder ankurbeln.“ Der Startschuss dafür soll bereits kommende Woche erfolgen. Langfristig will der Hall-X-Tech-Chef stärker auf Innovation setzen: „Man muss am Puls der Zeit sein – gerade in einem Hochpreisland wie Österreich.“
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