Alles auf Schiene? Offenbar nicht wirklich, wie die Zahlen im aktuellen ÖBB-Bericht über das Jahr 2025 zeigen. Demnach sind die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr in Oberösterreich gegenüber 2024 gesunken – und das so stark wie sonst nirgendwo. Die Grünen hinterfragen die Entwicklung im Landtag.
„Hapert es an den Verbindungen, an der Vertaktung, der Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen oder an den Tarifen?“ Das und noch mehr zur Entwicklung der Fahrgastzahlen im Bahn-Nahverkehr in Oberösterreich wollen die Grünen von Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner wissen. In einer schriftlichen Anfrage an den FPÖ-Politiker thematisieren sie das, was schwarz auf weiß im aktuellen ÖBB-Bericht für 2025 festgehalten ist: Im öffentlichen Nahverkehr waren hierzulande im Vorjahr weniger Passagiere unterwegs als 2024.
Größter Rückgang bundesweit
Was besonders auffällt: Der Rückgang der Fahrgastzahlen von 17,4 auf 16,5 Millionen fällt mit minus 5,7 Prozent in Oberösterreich so hoch aus wie in keinem anderen Bundesland. Zum Vergleich: Den vorletzten Platz in diesem Ranking nimmt Salzburg (-4,7%) ein, anderswo sind die Zahlen gestiegen – am meisten in Tirol mit plus 10,9 Prozent. Gleichzeitig gingen in OÖ auch die gefahrenen Personenkilometer im Nahverkehr von 555,1 auf 519,1 Millionen zurück.
Welche Maßnahmen sind geplant?
„Wenn weniger Fahrgäste ein Angebot nützen, muss man logischerweise fragen, warum das so ist“, sagt die Grüne Mobilitätssprecherin Dagmar Engl, die in der Anfrage auch wissen will, welche konkreten Maßnahmen das Land dieses und kommendes Jahr setzen wird, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen.
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