Vergangenen Sommer wurde der damals zehnjährige Greg von Thomas Hinterkörner aus rund fünf Meter Tiefe aus dem Wolfgangsee gerettet. Am Jahrestag trafen sich die beiden Familien zu einem gemeinsamen Essen und feierten den zweiten Geburtstag des Linzers, der wieder ganz gesund wurde.
Es war der 29. Juni 2025, der das Leben von Gregs Familie auf den Kopf stellte. Der damals zehnjährige Linzer war gemeinsam mit seiner Fußballmannschaft auf einem Badeausflug in St. Gilgen am Wolfgangsee. Nachdem der Linzer vom Steg ins Wasser gehüpft war, tauchte er nicht mehr auf. Thomas Hinterkörner aus Neukirchen bei Lambach bemerkte den Vorfall und sprang ebenfalls ins Wasser.
Drei Tage im Koma gelegen
In rund fünf Metern Tiefe fand er den bewusstlosen Bub und brachte ihn an die Wasseroberfläche. Insgesamt soll Greg 15 bis 20 Minuten unter Wasser gewesen sein. Danach wurde er noch 30 Minuten vor Ort reanimiert, ehe er ins Universitätsklinikum Salzburg geflogen wurde. Dort lag er anschließend drei Tage im Koma, bevor er ausgerechnet an seinem elften Geburtstag nach wochenlangem Aufenthalt das Spital wieder verlassen durfte. An den Vorfall an sich kann sich der Bursch übrigens überhaupt nicht erinnern.
„Schreiben uns fast wöchentlich“
Jetzt, genau ein Jahr nach dem „Wunder vom Wolfgangsee“, trafen einander Greg und sein Lebensretter erneut und stießen auf den zweiten Geburtstag des Jungen an. „Nach Einladung von Greg und seinen Eltern feierten wir genau nach einem Jahr das Leben. Die Familie ist sehr religiös und extrem dankbar. Wir sind immer noch in Kontakt, treffen uns einmal im Quartal und schreiben uns fast wöchentlich“, schildert Thomas Hinterkörner. Greg hat sich in der Zwischenzeit bestens von dem Badeunfall erholt.
Trotz schwieriger Zeit in der Schule gut dabei
„Er war jetzt zuletzt vier Wochen in Rohrbach auf Reha, ist fast wieder der Alte. Seine Mama hat mir auch Videos geschickt, wo er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern wieder im Wasser schwimmt und taucht – das war eine große Überwindung für sie“, so Hinterkörner. Besonders freut den Lebensretter, dass Greg in der Schule gut mitkommt und mit dem Lernen keine Probleme hat: „Er kann im Herbst in die zweite Klasse Hauptschule aufsteigen und muss das Schuljahr trotz der herausfordernden Zeit nicht wiederholen.“
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