Letzte Parlamentssitzung vor der zwei Monate und zwölf Tage dauernden Sommerpause, das ist zugleich auch der Startschuss für die sogenannten „Sommertouren“.
Da bittet ÖVP-Chef Christian Stocker in allen Bundesländern zum Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern. „Treffen Sie den Bundeskanzler!“, lautet das Versprechen, so einfach ist das aber auch wieder nicht. Interessierte müssen sich anmelden und einem statistischen Durchschnitt entsprechen. Moderiert werden die Gespräche dann von Arabella Kiesbauer und Vera Russwurm.
SPÖ-Chef Andreas Babler tingelt unter dem Motto „Ordnen statt spalten“ durch die Bundesländer. Seine Einladung an Sympathisanten, Funktionäre und Parteimitglieder: „Ich bin ein Vizekanzler, den man angreifen kann!“
Warum touren die beiden eigentlich nicht gemeinsam durchs Land und holen auch gleich die Dritte im Bunde an Bord? Stocker, Babler und Meinl unterwegs im Zug oder Bus. Den Menschen am Stammtisch und im Schwimmbad zuhören. Bei Diskussionen nicht die Standpunkte ihrer jeweiligen Partei, sondern die der Regierung vertreten. Gemeinsam für ihre Reformpartnerschaft und das Sparbudget werben. Als starke Truppe auftreten, nicht als selbstverliebte Einzelkämpfer.
Vielleicht hüpfen sie am Ende des Tages sogar in einen See und gehen dann auf ein Bier. Es gäbe den Wählerinnen und Wählern jedenfalls das Gefühl, dass dieses Trio mehr zusammenhält als der Wunsch, wiedergewählt zu werden bzw. einen Kanzler Kickl zu verhindern.
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