Dutzende Verletzte
Stierhatz in Pamplona verlief besonders blutig
Die gefährliche Mutprobe bei der Stierhatz in Pamplona hat heuer für viele Männer mit einem Spitalaufenthalt geendet. Beim dritten Lauf wurden 15 Teilnehmer in den engen Gassen ernster verletzt, nach der vierten Stierhatz lag ein Läufer sogar auf der Intensivstation.
Das San-Fermin-Fest hat im Norden Spaniens eine lange Tradition – die Veranstaltung findet bereits seit 1591 statt. Dabei werden täglich morgens schwere Kampfbullen gemeinsam mit zahmen Leitochsen durch die Altstadt in die Arena gejagt, wo am Abend schließlich die Stierkämpfe stattfinden.
Stierhatz forderte 16 Todesopfer in einem Jahrhundert
Mit den Stieren laufen auch jedes Jahr zahlreiche Läufer durch die engen Gassen – auf der 825 Meter langen Strecke werden dabei auch viele verletzt. 16 Todesopfer sind seit 1924 zu beklagen.
Auch Deutscher unter Verletzen
Die dritte Stierhatz hatte heuer einen besonders hohen Blutzoll – 15 Teilnehmer wurden verletzt, wie die Organisatoren mitteilten. Darunter soll sich auch ein 29-jähriger Deutscher befinden, der einen Hornstoß am linken Arm erlitt, wie der „Tagesanzeiger“ berichtete. Die Verletzten sind demnach zwischen 18 und 68 Jahren alt – sie mussten wegen Prellungen, Quetschungen, Schnittwunden oder Knochenbrüchen in Krankenhäuser gebracht werden. Ein 23-Jähriger erlitt eine Gehirnerschütterung.
Auch der vierte Lauf am Freitag verlief für einige Teilnehmer äußerst schmerzhaft. Ein 65-Jähriger musste auf die Intensivstation gebracht werden. Ein 63-Jähriger brach sich die Hüfte – seine Prognose ist laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE ernst.
PETA fordert Ende der Tierquälerei
Wie die Tierschutzorganisation PETA berichtete, wurden bei allen Läufen insgesamt 25 Personen verletzt, „darunter eine Person, die von einem Stier aufgespießt wurde“. Die Organisation betont dabei, dass es sich bei dem Spektakel um Tierquälerei handelt. „Während des Festivals werden rund 60 Stiere zur Unterhaltung getötet“, klärt PETA auf. Viele Tiere rutschen auf dem unebenen Boden der engen Gassen aus, prallen gegen Absperrungen oder stoßen zusammen. Nach der Stierhatz werden den Stieren in der Arena Lanzen in Rücken und Nacken gestoßen, zudem werden ihnen mit Widerhaken versehene Banderillas ins Fleisch gerammt.










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