Der Choreograf Christos Papadopoulos sorgt mit „My Fierce Ignorant Step“ im Volkstheater für einen fulminanten Auftakt des ImPulsTanz-Festivals.
Glanzvoller Start des 43. Wiener ImPulsTanz-Festivals: Nach der Eröffnung auf der Dachterrasse des Leopold Museums, wo Bürgermeister Ludwig und Intendant Karl Regensburger empfingen, trat die Compagnie des Griechen Christos Papadopoulos im Volkstheater mit seiner Choreografie „My Fierce Ignorant Step“ (Mein wilder, unwissender Schritt) an. Weltweit, zuletzt in Paris, feierte er damit bereits einen Triumph, der sich auch bei uns wiederholte.
Papadopoulos (44) studierte in Amsterdam Tanz und Choreografie, in Athen Schauspiel und Politikwissenschaft. Was seine Arbeiten, mit denen er in die internationale Performanceszene frischen Wind bringt, bis heute prägt.
„Wie hält man diese trostlose Wirklichkeit aus?“, fragt er. Denkt an Kriege, Zerstörung der Umwelt, Klimakrise, die politische Lage. Und setzt der Wirklichkeit Bilder voll Temperament, Energie, Lebenslust, ja Euphorie entgegen. Ein „Aufbruch der Hoffnung“.
Kraft des Kollektivs
Im „My Fierce Ignorant Step“ geht er von der Kraft des Kollektivs aus: Zu Mikis Theodorakis’ Musik „Axion Esti“ (Gepriesen sei), einer ekstatischen Klanglandschaft aus Geräuschen, Beat-Rhythmen, Stimmen, erkunden zehn Tänzerinnen und Tänzer in einem schwarzen Raum, wie aus minimalistischen Bewegungen kollektive Euphorie wird. Mechanisches Nicken, Kopfwenden, Zur-Seite-Treten zu Beginn steigern sich eine Stunde lang zum wilden Traum vom „gewagten Leben und Zusammensein, aus dem Politik, aber auch Liebe entsteht“.
Spannend, wie die strengen Synchronisierung der Bewegungen dem Tanzkollektiv geballte Energie, Leidenschaft, Mut zum Abenteuer des Jungseins gibt. Und eine neue, frische Ästhetik.
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