Prognose für 2050

WHO befürchtet doppelt so viele Krebsdiagnosen

Ausland
08.07.2026 15:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet, dass es 2050 doppelt so viele Krebsdiagnosen geben wird wie 2024. Vor zwei Jahren kamen weltweit 20,6 Millionen neue Patientinnen und Patienten hinzu, 2050 könnten es laut der jüngsten Prognose 35 Millionen sein.

Gründe für diesen Anstieg seien unter anderem Mängel in der Prävention sowie die klassischen Risikofaktoren Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel und Übergewicht, heißt es im neuen Krebsreport. Gewisse Fortschritte erkennt die WHO aber beim Rauchen. Im Vergleich zu 2010 griffen 2024 bereits deutlich weniger (minus 27 Prozent) Menschen zur Zigarette, Zigarre oder Pfeife. Beim Alkohol habe sich die Lage aber nur leicht verbessert und Übergewicht sowie Bewegungsmangel hätten sich gar verschlimmert.

Besonders weitverbreitet sind laut den Statistiken Brust-, Lungen-, Darm- und Prostatakrebs. „Viel zu viele Menschen werden immer noch im Stich gelassen“, sagt WHO-Fachmann André Ilbawi. Er gab zu bedenken, dass die weltweiten Unterschiede beim Erkennen und erfolgreichen Behandeln von Krebs gewaltig seien. So liege die Überlebensrate bei Brustkrebs in reichen Ländern beispielsweise bei 85 Prozent, in ärmeren hingegen nur bei etwa 40 Prozent. In nur ungefähr vier von zehn Ländern (39 Prozent) hätten Betroffene Zugang zu zumindest minimalen Behandlungen. „Krebs ist eine zutiefst persönliche Krankheit, die uns fast alle betrifft. Doch ob ein Mensch den Krebs überlebt, darf niemals davon abhängen, wo er geboren wurde oder wie viel er verdient“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

92 Prozent werden einmal mit Krebs zu tun haben
Laut der Organisation werden 92 Prozent der Weltbevölkerung mindestens einmal im Leben mit Krebs zu tun haben, entweder als Patientinnen und Patienten oder als enge Angehörige. Die Diagnose bedeute oft nicht nur sehr hohen seelischen Stress, sondern auch den möglichen finanziellen Ruin, heißt es im Report. Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien sind derzeit mit katastrophalen Gesundheitsausgaben konfrontiert. „Krebs ist eine der Hauptursachen für medizinisch bedingten Bankrott“, teilte die WHO mit.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung