Das deutsche Unternehmen Allianz hat angekündigt, in der Reiseversicherungssparte bis zu 1800 Jobs zu streichen. Argumentiert wird mit dem wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Chef von Allianz Partners, Tomas Kunzmann, bestätigte am Dienstagabend eine entsprechende Einigung mit den Betriebsrätinnen und Betriebsräten.
Insgesamt sollen europaweit 1500 bis 1800 Menschen ihre Jobs verlieren, vor allem in Callcentern. Erreicht werden soll das über ein Freiwilligenprogramm. Die Pläne wurden bereits im Herbst bekannt. Damals sagte Allianz Partners aber nur, derzeit zu prüfen, „wie sich der technologische Wandel auf uns alle auswirken wird“. Das könne „auch Auswirkungen auf Rollen haben, die heute stark von manuellen Prozessen geprägt sind“.
Bei Allianz Partners arbeiten derzeit mehr als 22.000 Menschen, ungefähr 14.000 davon beantworten am Telefon Anfragen von Kundinnen und Kunden und nehmen Schadenmeldungen entgegen. Diese Aufgaben werden laut den Plänen künftig zum Teil automatisierte KI-Bots übernehmen.
Das börsenorientierte Versicherungsunternehmen hat seinen Hauptsitz in München. Im Vorjahr erzielte es einen Umsatz von rund 187 Milliarden Euro.
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