Eine Fußball-Nation am Boden! Das dramatische WM-Achtelfinal-Aus gegen die Schweiz (3:4 nach Elfmeterschießen) hat bei Kolumbien Spuren hinterlassen. In allen Turnier-Spielen auf dem Rasen ungeschlagen muss man nach einem Elfer-Drama dennoch die Heimreise antreten.
Es waren die dramatischen letzten WM-Minuten einer stolzen Fußball-Nation: Im Elfmeterschießen hämmerte Kolumbiens Innenverteidiger Davinson Sanchez seinen Penalty an die Latte, der Schweizer Keeper Gregor Kobel hielt den Versuch von Cucho Hernandez. Für die Schweizer hatte nur Manuel Akanji vergeben. Der in der Nachspielzeit eingewechselte Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Mannschaft von Trainer Murat Yakin.
Kolumbien muss die bittere Heimreise antreten – ohne ein Spiel verloren zu haben. In der Gruppenphase gab es Siege gegen Usbekistan (3:1) und die DR Kongo (1:0) sowie ein Unentschieden gegen Portugal (0:0). Im Sechzehntelfinale besiegte man Ghana mit 1:0 und hielt schließlich nach 120 Minuten auch ein 0:0 gegen die Schweiz. All das bringt den Kolumbianern aber nichts – die Schweiz jubelte am Ende und darf gegen Titelverteidiger Argentinien im Viertelfinale antreten.
Historische Chance verpasst
Für das Team rund um Bayern-Star Luis Diaz bleiben nur Tränen. Der Traum von der großen WM-Überraschung ist schon wieder ausgeträumt und in der Heimat wird mitgelitten. „Wieder einmal wendet uns der Gott den Rücken zu. Wie schon bei der WM 2018 in Russland besiegelten die Elfmeter erneut das Schicksal und machten eine Leistung zunichte, die auf dem besten Weg war, Geschichte zu schreiben“, schreibt etwa „El Tiempo“.
Diaz war nach dem Spiel kaum zu trösten – die Chance bei dieser WM für weitere Furore zu sorgen, war so groß wie kaum zuvor und ist nun doch verpuff. „Die „Cafeteros“ scheiden ungeschlagen aus, haben jedoch eine historische Chance nicht genutzt“, fasst „El Pais“ das Drama gekonnt zusammen.
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