Fast 5000 Menschen unterstützen ein Komitee zur Rettung der Stefan-Zweig-Villa von Wolfgang Porsche. Ein Kauf durch private Sponsoren und prominente Unterstützer sei realisierbar. Die Universität soll dann das historische Anwesen übernehmen und daraus ein Literaturzentrum, Museum und Forschungszentrum machen ...
Knapp 5000 Menschen haben binnen zehn Tagen die Petition zur Rettung der Stefan-Zweig-Villa auf dem Kapuzinerberg unterschrieben, fast 100 Persönlichkeiten unterstützen das Vorhaben.
Salzburgs früherer Bürgermeister Heinz Schaden spricht sich an erster Stelle für die Übernahme der öffentlichen Hand aus und legte nun seine Konzeptideen vor. Demnach soll die Universität Salzburg als Trägerin auftreten und in der Villa ein Museum, das Stefan-Zweig-Zentrum, Veranstaltungen sowie ein internationales Autorenprogramm vereinen.
Wolfgang Porsche hatte das geschichtsträchtige Anwesen 2020 um 8,4 Millionen Euro gekauft und aufwendig renovieren lassen. Für jahrelange Kontroversen sorgte sein Plan, die schwer erreichbare Villa durch einen privaten Tunnel mit Garage zu erschließen. Das Projekt wurde letztlich genehmigt. Nun steht das Haus um 12,7 Millionen Euro zum Verkauf.
Die Universität erklärte bereits ihr Kaufinteresse. Stadt und Land sehen einen Erwerb aus eigener Kraft derzeit jedoch nicht als realistisch an. Das neue Konzept der Petenten setzt deshalb auf eine Finanzierung durch Bund, Land, Stadt und private Sponsoren.
Besucher könnten die Villa künftig über einen Stollen zwischen Linzergasse und Steingasse erreichen. Ein Lift, ein öffentliches Café und Kooperationen mit Kultur- und Bildungseinrichtungen sollen aus dem ehemaligen Wohnhaus des weltberühmten Schriftstellers Stefan Zweig einen lebendigen Erinnerungsort machen.
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