24-Jähriger verurteilt

Messer-Angriff auf Ex im Supermarkt: 12 Jahre Haft

Salzburg
08.07.2026 07:00

Eine lebensgefährliche Messer-Attacke in einem Pongauer Supermarkt Anfang Mai war ein versuchter Mord, entschieden acht Geschworene am Dienstag im Salzburger Landesgericht. Ein Einheimischer (24) wollte laut Anklage seiner Ex-Freundin die „Kehle durchschneiden“, was er beim Prozess bestritt. 

Am 4. Mai ist der Angeklagte „explodiert“, erzählt der Staatsanwalt beim Prozess am Dienstag im Salzburger Landesgericht: Der 24-Jährige, der trotz attestierter psychischer Störung und Intelligenzminderung als zurechnungsfähig gilt, wollte laut Anklage an jenem Tag in einem Pongauer Supermarkt seiner Ex-Freundin mit einem Stanley-Messer die „Kehle durchschneiden“.

Wutausbrauch, weil Frau nicht reden wollte
Aus Wut, wie es in der Anklage heißt: Er war bereits wegen seiner aggressiven Art mit der Filialleiterin in Clinch geraten, die ihn dann heimschickte. Daraufhin suchte er in der Obst- und Gemüseabteilung die Aussprache mit seiner Ex-Freundin (20), die im selben Supermarkt arbeitete und sich im Dezember von ihm getrennt hatte. Doch sie wollte nicht reden. Wütend darüber griff er sie an: Zuerst würgte der 24-Jährige die Frau, danach packte er ein Stanley-Messer aus und stach im Kopf- und Halsbereich zu.

„Schäme mich dafür“
Dabei prallte die Klinge auch gegen die Brille der 20-Jährigen ab – sie erlitt lediglich leichte Verletzungen. Der vorbestrafte Einheimische konnte überwältigt werden.“Ich schäme mich dafür. Es tut mir sehr leid“, sagte er beim Prozess reuig. Doch eine Tötungsabsicht bestritt er und meinte, er wollte sie nur verletzen.

Die Geschworenen entschieden einstimmig auf versuchten Mord. Strafe: zwölf Jahre Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

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