Eine Gruppe österreichischer Künstler will, dass Wolfgang Porsches Zweig-Villa der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Haus soll künftig als wichtiges Kulturerbe fungieren. So zumindest die Idee des Künstler-Komitees.
Kaum einer Immobilie in Salzburg kommt derzeit wohl so viel Aufmerksamkeit zu wie der Zweig-Villa. Derzeit ist sie noch im Besitz von Milliardär und Automagnat Wolfgang Porsche. Aber nicht mehr lange, so die Hoffnung des 83-Jährigen. Sein feudales Schlössl am Salzburger Kapuzinerberg will Porsche für insgesamt fast 13 Millionen Euro verkaufen.
Eine Gruppe österreichischer Künstler – darunter auch der Salzburger Schriftsteller Karl-Markus Gauß – ortet in dem Verkauf eine einmalige Chance. Sie haben sich zu dem Personenkomitee „Öffentliche Stefan-Zweig-Villa“ zusammengeschlossen. Ihre Forderung: das Zweig-Haus als Kulturerbe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
„Mit der Persönlichkeit Stefan Zweigs ließe sich eine Institution, eine Akademie verbinden, in der die interessantesten Köpfe aus vielen Ländern regelmäßig über Europa, den Frieden, die Menschenrechte, über die drängenden Zukunftsfragen unseres überhitzten Planeten diskutieren könnten. Diese Salzburger Akademie könnte in fünfzig Jahren die Reputation und geistige Strahlkraft haben, die heute den Festspielen zugesprochen wird“, ist sich Schriftsteller Gauß sicher.
Wie Schauspieler Harald Krassnitzer, Dirigentin Elisabeth Fuchs, Sänger Hubert von Goisern und Salzburger Literaturhaus-Chef Tomas Friedmann ist auch Karl-Markus Gauß überzeugt: „So eine Chance kommt nicht wieder.“
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