Nach Ortsbefragung

PV-Anlage am Berg ist jetzt in den Startlöchern

Salzburg
08.07.2026 15:00

In Großarl ist eine Photovoltaik-Anlage neben der Skipisten nach einer positiven Befragung im Ort wahrscheinlich. Vorarbeiten laufen. Nächste Schritte liegen jetzt bei der Gemeinde. Planer Markus Andexer über Strombedarf, Standortvorteile und den steigenden Bedarf in der Zukunft. 

„Eines ist Tatsache. Wir brauchen immer mehr Strom“, meint Projektentwickler Markus Andexer, der die Photovoltaik-Anlage im Ödland auf rund 1900 Meter Seehöhe mit seinem Büro für zwei bäuerliche Grundeigentümer eingereicht hat.

Der Hang liegt im Bereich Kreuzkogel auf einem rund 30 Grad steilen Südhang ganz in der Nähe der Bergstation der Panoramabahn. Bei einer Befragung im Ort sprachen sich zuletzt zwei Drittel für das Projekt aus. Andexer: „Die Zufahrtswege sind alle da. Man braucht keine zusätzliche Eingriffe in die Natur.“ Die Paneele seien auch kaum einsehbar.

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Nächster Schritt ist, dass wir die Richtlinien für eine mögliche Kennzeichnung in der nächsten Gemeindevertretungssitzung behandeln werden.

Hans Ganitzer, SPÖ-Ortschef in Großarl

Die etwa zwei Hektar große Anlage ist mit 2,5 Megawatt Strom dimensioniert. Profitieren sollen von der lokalen Produktion vor allem die Großarler, in erster Linie die Bergbahnen, die ein unmittelbarer Nachbar sind.

Gegner wollen freies Gelände schützen
Kritiker wollen grüne Wiesen schützen und fordern, dass PV-Anlagen auf Gebäude begrenzt sein sollen. Andexer: „Versiegelte Flächen sollen natürlich zuerst drankommen. Aber das wird in Zukunft nicht reichen. Wir wählen die Standorte sehr überlegt aus. Einen Wildwuchs will niemand.“

Die Anlage hoch oben am Berg sei nie landwirtschaftlich genutzt worden und sie habe auch einen weiteren Vorteil: Mehr Sonnenstunden! Und die Technik sei mittlerweile so weit, dass größere Schneemengen die Produktion nicht bremsen.

Jetzt ist die Gemeinde am Zug: In der nächsten Sitzung noch im Juli sollen Richtlinien für PV-Anlagen im Gelände beschlossen werden. Grünes Licht könnte es dann frühestens im Herbst geben.

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