Verlegung aus Linz:

100 Millionen Euro für neues Feuerwehr-Zentrum

Oberösterreich
08.07.2026 12:08

Wenn Landeshauptmann, Feuerwehr-Landesrätin und das gesamte Landesfeuerwehrkommando beisammenstehen, gibt´s für die Florianis sicher gute Neuigkeiten zu verkünden. In Oberösterreich werden 100 Millionen Euro in die Feuerwehr investiert. Für ein einziges Projekt – ein neues Feuerwehr-Zentrum.

„Wir sind an unsere Grenzen gelangt“, sagte Landesfeuerwehr-Kommandant Robert Mayer. Das Areal des aktuellen Kommandos und Feuerwehrschule an der Linzer Petzoldstraße mit 3,4 Hektar ist „zugepflastert“ und kann nicht mehr erweitert werden. „Wir mussten alles neu denken“, so Mayer.

Geld wird Jahr für Jahr beschlossen
Herausgekommen ist, dass das aktuelle Gebäude, das dem Feuerwehrverband gehört, aufgegeben wird und ein Neubau entstehen soll. In St. Marien, genauer gesagt in Nöstlbach, wurde ein knapp 15 Hektar großes Areal gefunden, das dem Land Oberösterreich gehört und auf dem Schule, Kommando, Katastrophenschutzlager, etc. neu errichtet werden sollen. „Die genauen Kosten sind noch nicht klar, wir gehen von etwa 100 Millionen Euro aus“, sagte Landeshauptmann und Finanzreferent Thomas Stelzer (VP) bei der Präsentation des Projekts. Das Geld ist noch nicht im Budget reserviert, die nötigen Mittel werden bei den Jahresbudgets zu suchen und finden sein. Einen tragfähigen Beschluss der Landesregierung gibt es dazu schon.

Feuerwehrlandesrätin Michaela Langer-Weninger, LH Thomas Stelzer, Landesfeuerwehrkommandant ...
Feuerwehrlandesrätin Michaela Langer-Weninger, LH Thomas Stelzer, Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer und seine beiden Stellvertreter Michael Hutterer und Karl Karml (vlnr) bei der Präsentation(Bild: Markus Schütz)

Neue Herausforderungen
„Das neue Feuerwehr-Zentrum soll den Anforderungen unserer Zeit an die Feuerwehren gerecht werden“, sagte Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (VP). Will heißen: Übungsflächen für Überschwemmungen, Flächen- und Gebäudebränden, dazu realistische Möglichkeiten, die neuen Herausforderungen – Elektrospeicher, Elektro-Mobilität, PV-Anlagen, etc. – zu trainieren. „Derzeit haben wir keine Möglichkeiten für Heißausbildung“, sagt Mayer – also es kann nichts angezündet werden, um das Löschen zu üben. Die Gefahr einer realen Überflutungsbedrohung durch den Kremsfluss, der direkt neben dem Gelände fließt, sei durch den bereits errichteten Hochwasserschutz schon entschärft.

Spatenstich in drei bis vier Jahren
Wie ist der aktuelle Stand: Das Grundstück – es liegt in der Nähe der Nettingsdorfer Papierfabrik – ist gefunden, erste Gespräche mit der Gemeinde gab es schon. Die Finanzierung ist gesichert – die Mittel aus dem Verkauf des aktuellen Landesfeuerwehrkommandos, man geht von etwa 25 Millionen Euro aus, werden für den Neubau verwendet. Es wurde vor etwa zehn Jahren übrigens saniert und erweitert – „das waren aber unbedingt nötige Arbeiten, die der Baustruktur geschuldet waren“, so Mayer. Jetzt wird ausgearbeitet, welche der von der Feuerwehr gewünschten Übungs-Möglichkeiten realisiert werden können und dann soll ein Architektenwettbewerb das Aussehen der Gebäude bestimmen. Auch die Verkehrsanbindung muss neu gemacht werden. Man geht von einem Spatenstich in drei bis vier Jahren aus, in den 2030er-Jahren wird dann Eröffnung gefeiert. „Also nicht mehr in dieser Legislaturperiode“, so Stelzer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung