Potenzialanalyse

100.000-mal bei der Job-Entscheidung geholfen

Oberösterreich
07.07.2026 13:30

Spätestens nach der achten Schulstufe müssen sich Kinder mit dieser Frage auseinandersetzen – oft ist die Antwort gar nicht so leicht zu finden, auch weil niemand wirklich alle Optionen kennt. Da hilft die Potenzialanalyse der Wirtschaftskammer OÖ, den passenden Job, Lehrstelle oder Ausbildung zu finden.

„Was willst du eigentlich nach der Schule machen?“ Spätestens nach der achten Schulstufe müssen sich Kinder bzw. Jugendliche mit dieser alles andere als einfachen Frage auseinandersetzen. Denn wer weiß schon mit 14 Jahren genau, was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll?  

Individuelle Beratung
Genau da kommt die Potenzialanalyse der Wirtschaftskammer OÖ ins Spiel. In einem rund dreistündigen Prozess werden den Schülern Job- und Ausbildungsmöglichkeiten aufgezeigt, die am besten zu ihren ganz individuellen Fähigkeiten und Interessen passen. 

Gegen „leere Kilometer“
Wir brauchen in Oberösterreich dringend qualifizierte Arbeitskräfte. Im Jahr 2030 werden uns 83.460 Fachkräfte fehlen, 2040 sogar 151.000. Daher wollen wir unbedingt vermeiden, dass junge Menschen einen Weg einschlagen, und erst nach einigen Jahren bemerken, dass es nicht der richtige ist für sie“, bekräftigt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Um diese „leeren Kilometer“ zu vermeiden, nehmen das Land und die WKOÖ einiges an Geld in die Hand. Die Analyse, die pro Kopf 160 Euro kostet, wird vollständig gefördert. Maximal 12.500 Tests können jährlich durchgeführt werden, meist sind es rund 10.000 – also etwa 16 Millionen Euro, von denen 60 Prozent das Land, und 40 Prozent die Wirtschaftskammer finanziert. 

Über 100.000-mal durchgeführt
„60 Prozent der Teilnehmer wurden durch die Analyse auf Möglichkeiten aufmerksam, die ihnen vorher gar nicht bekannt waren. Über 95 Prozent aller ,Absolventen‘ empfehlen sie weiter, und mit dem abgelaufenen Schuljahr haben wir über 100.000 Potenzialanalysen durchgeführt“, freut sich auch WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. 

„Hätte das nie herausgefunden“
Diesen Erfolg untermauerten zwei Teilnehmer der Potenzialanalyse: Anna Falkner, die vor zehn Jahren den Test absolviert hatte und dadurch ihre Leidenschaft für Sprachen entdeckt, und den Weg an die Duale Akademie gefunden hatte. Außerdem Philipp Klopf: „Ohne die Potenzialanalyse hätte ich nie herausgefunden, dass mich Orthopädie interessiert. Mittlerweile bin ich mitten in der Lehre, und sehr dankbar dafür“, so der Lehrling aus dem Bezirk Freistadt. 

„Alle sind begeistert“
„Ich begleite seit über 25 Jahren meine Schüler in der Berufsfindung und habe mittlerweile über 1200 Jugendliche durch die Potenzialanalyse begleitet. Nicht einer davon hat gesagt, dass er oder sie das nicht machen will“, bekräftigt auch Stefan Illibauer, Lehrer an der Technischen Mittelschule St. Marienkirchen.

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