In Pörtschach

Mehr Sicherheit im See: Bojenverleih für Schwimmer

Kärnten
08.07.2026 12:00

Bei den Badetoten gibt es in Kärnten heuer eine traurige Bilanz: Bisher gibt es fünf Todesfälle zu beklagen. Um Schwimmern Sicherheit zu geben, stellt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) im Strandbad Pörtschach gratis Bojen zur Verfügung

Bei Temperaturen über 30 Grad suchen viele Kärntner Abkühlung in einem See. Doch gerade der Sprung ins kühle Nass ist eine unterschätzte Gefahr: Kälteschock oder Kreislaufprobleme können auftreten und schnell wird das erfrischende Bad zum Überlebenskampf. 

Dabei helfen schon einige einfache Tipps, um sicher im Wasser unterwegs zu sein. Das wichtigste ist auf den Kreislauf zu achten: Nach längeren Sonnenbädern langsam ins Wasser gehen und den Kopf durch eine Kopfbedeckung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Die eigenen Kräfte sollten ebenfalls realistisch eingeschätzt werden. Wer nur wenig schwimmt, sollte sich keine Seedurchquerung zumuten.

Bei längeren Schwimmstrecken sollte eine Schwimmboje mitgenommen werden. Weil nicht jedermann eine solche hat, stehen im Pörtschacher Strandbad zehn Bojen zum Ausleihen parat. „Bei Müdigkeit oder in einer Notsituation kann die Boje zusätzlichen Auftrieb bieten und zur Lebensretterin werden“, erklärt Sabine Kaulich, Sicherheitsexpertin des KFV.

Die Schwimmbojen wurden kürzlich im Strandbad angebracht.
Die Schwimmbojen wurden kürzlich im Strandbad angebracht.(Bild: Gemeinde Pörtschach)

Die zehn Bojen sind direkt am Steg angebracht und können kostenlos ausgeliehen werden. „Mit dem Bojenverleih möchten wir den Badegästen eine einfache Möglichkeit bieten, sicher im Wasser unterwegs zu sein und gleichzeitig die Vorteile von Schwimmbojen kennenzulernen“, so Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz.

Die Bojen sind allerdings keine Schwimmhilfen – sie sind eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für geübte Schwimmer. Für ungeübte gibt es eigene Schwimmwesten. 

Besonderes Augenmerk beim Baden gilt es auf Kinder zu legen: Sie sollten niemals unbeaufsichtigt im Wasser sein. Denn bereits in wenigen Sekunden und im flachen Wasser kann schnell eine lebensgefährliche Situation für Kinder eintreten!

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