Nach Gerichts-Debakel

Harry droht Millionen-Zahlung und Ärger mit König

Royals
08.07.2026 12:12

Bittere Niederlage für Prinz Harry: Der Londoner High Court hat seine Privatsphäre-Klage gegen den Verlag der „Daily Mail“ in allen Punkten abgewiesen. Nach dem Urteil drohen dem Herzog von Sussex nun Prozesskosten in Millionenhöhe. 

Doch damit nicht genug: Harry reagierte mit scharfer Kritik auf die Entscheidung und machte deutlich, dass er das Urteil nicht akzeptiert. Brisant dabei: Mit seiner Attacke stellt er indirekt auch die Rechtsprechung infrage, die im Namen von König Charles III. erfolgt. 

Der Londoner High Court wies Harrys jahrelange Klage gegen den Verlag Associated Newspapers vollständig ab. Gemeinsam mit prominenten Mitklägern wie Elton John und Elizabeth Hurley hatte er dem Verlag illegale Methoden bei der Recherche vorgeworfen. Doch Richter Matthew Nicklin sah dafür keine ausreichenden Beweise.

Unterlegene Seite trägt die Prozesskosten
Die Folge könnte für Harry richtig teuer werden: Nach britischem Recht trägt in der Regel die unterlegene Seite die Prozesskosten. Laut britischen Medien belaufen sich diese auf mehr als 50 Millionen Pfund (rund 58,5 Millionen Euro). Der Verlag hat bereits angekündigt, das Geld zurückzufordern. Aus Harrys jahrelangem Kampf gegen die Boulevardpresse könnte damit ein Millionen-Desaster werden.

Doch statt das Urteil zu akzeptieren, legte Harry nach. Gemeinsam mit Mitklägerin Doreen Lawrence sprach er von einer „kompletten und offensichtlichen Vertuschung“ und warf dem Gericht vor, den Verlag reinzuwaschen.

Prinz Harrys Rückkehr nach Großbritannien in dieser Woche gerät alles andere als zum Triumphzug. ...
Prinz Harrys Rückkehr nach Großbritannien in dieser Woche gerät alles andere als zum Triumphzug. Eigentlich wollte der Herzog von Sussex für die Invictus Games 2027 in Birmingham werben und sich seinem Vater, König Charles (77), wieder annähern.(Bild: AP/Alberto Pezzali)

Auftritt vor den Buckingham-Palast geplant?
Brisant dabei: In Großbritannien wird die gesamte Rechtsprechung im Namen des Monarchen ausgeübt. Ein Angriff auf die Unabhängigkeit eines High-Court-Richters ist deshalb politisch besonders sensibel – und dürfte auch König Charles alles andere als gefallen.

Dabei hatte Harry seine Rückkehr offenbar ganz anders geplant. Nach Informationen aus Palastkreisen wollte er sogar im Buckingham-Palast übernachten und seine Erklärung ausgerechnet vor dem Königssitz abgeben.

Dazu kam es jedoch nicht. Harry hatte die Frist verpasst, rechtzeitig eine Übernachtung im Palast anzufragen. Für die Bediensteten blieb damit nicht genügend Zeit für die Vorbereitungen, weshalb der Aufenthalt nicht genehmigt wurde.

Im Buckingham-Palast dürfte man darüber kaum unglücklich gewesen sein. Wäre Harry nach dem Urteil vom Königssitz aus mit seiner scharfen Kritik an der Justiz aufgetreten, hätte leicht der Eindruck entstehen können, er spreche im Namen der Royals – obwohl er seit seinem Rückzug 2020 kein arbeitendes Mitglied der Königsfamilie mehr ist.

Statt eines Versöhnungssignals stehen für Harry nun vor allem zwei Schlagzeilen im Raum: eine drohende Millionenrechnung – und neuer Ärger mit dem König.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung