Salzburgs Insolvenzbilanz zeigt zwei gegensätzliche Entwicklungen: Die Zahl der Firmenpleiten sank im ersten Halbjahr deutlich. Gleichzeitig stiegen Privatinsolvenzen, Schuldenvolumen und Fälle bei älteren Menschen.
Salzburg verzeichnet im ersten Halbjahr deutlich weniger Firmeninsolvenzen, zugleich geraten mehr Privatpersonen in finanzielle Not. Insgesamt wurden 188 Firmenpleiten registriert, 20,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 103 Verfahren wurden eröffnet, 85 Anträge mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen, so berichtet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV).
Am stärksten betroffen waren Baugewerbe, Gastronomie und wirtschaftliche Dienstleistungen. Die Passiva beliefen sich auf rund 88,08 Millionen Euro, 542 Beschäftigte waren betroffen. Größter Fall war die GTB Bau GmbH mit 10,88 Millionen Euro Schulden.
Bei den Privatinsolvenzen stieg die Zahl hingegen um 6,9 Prozent auf 218 Fälle. 205 Schuldenregulierungsverfahren wurden eröffnet. Die Gesamtverbindlichkeiten erhöhten sich auf 27,77 Millionen Euro, im Schnitt waren das rund 135.400 Euro pro Fall. Besonders häufig betroffen waren 40- bis 59-Jährige. Deutlich stieg die Zahl der Verfahren bei über 60-Jährigen.
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