1000-Schilling-Schein

AKW Zwentendorf sollte einst Banknoten zieren

Niederösterreich
07.01.2026 05:45

Ein Archivfund birgt spannende Details: Das umstrittene Atomkraftwerk war als Motiv für den 1000-Schilling-Schein geplant. 

Ein Geldschein, der Geschichte anders erzählt hätte: Ein jetzt aufgetauchter Archivfund bringt ein lange vergessenes Gedankenspiel ans Licht. In den 1970er-Jahren soll tatsächlich das AKW Zwentendorf als Bild für den 1000-Schilling-Schein im Gespräch gewesen sein! Genau jenes Kraftwerk, das nach der Volksabstimmung 1978 nie ans Netz ging.

In alten Unterlagen findet sich eine Vorlagenzeichnung mit dem markanten Zwentendorf-Bau. Laut Österreichischer Nationalbank stammt sie offenbar direkt von AKW-Architekt Rudolf Nitsch. Gedacht war das Atomkraftwerk als Rückseitenmotiv der 1983 ausgegebenen Banknote mit Physik-Genie Erwin Schrödinger auf der Vorderseite.

Das Atomkraftwerk in Zwentendorf ging nie in Betrieb.
Das Atomkraftwerk in Zwentendorf ging nie in Betrieb.(Bild: Christian Jauschowetz)

Die Idee dahinter: Vorder- und Rückseite sollten inhaltlich zusammenpassen – Wissenschaft vorne, Zukunftstechnologie hinten. Am Ende kam alles anders. Statt Kühlturm zierte die Universität Wien den Schein, Schrödingers einstige Wirkungsstätte. Mehr als eine Vorzeichnung existiert nicht – ein Hinweis darauf, dass der AKW-Plan wohl rasch wieder in der Schublade verschwand.

Heute Trainingszentrum und Eventlocation
„Es ist nicht das erste Projekt, das an diesem historischen Standort gescheitert ist“, so EVN-Sprecher Stefan Zach. Heute hat Zwentendorf längst eine neue Rolle gefunden: als Sicherheits- und Trainingszentrum, Eventlocation und Zeitreise-Hotspot. „Zwentendorf hat nie Atome gespalten – aber Meinungen.“ Und offenbar hätte es beinahe auch unsere Geldscheine geprägt.

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