Wegen Badestrand

See Genezareth: Rabbiner warnen vor „Zorn Gottes“

Ausland
07.07.2026 12:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Keine Sichtschutzwände, keine Umkleidekabinen: Ein neuer Badestrand am See Genezareth stößt ultraorthodoxen Rabbiner in Israel sauer auf. Sie befürchten eine „ernsthafte spirituelle Gefahr für das gesamte Gebiet“, heißt es in einem Medienbericht.

Dem Sender Arutz Scheva zufolge befindet sich der kürzlich eröffnete öffentliche Strand in der Nähe der Hauptzufahrt zum Grab des antiken jüdischen Gelehrten und als Wundertäter geltenden Rabbiners Meir in Tiberias.

„Ort der Unreinheit und Zügellosigkeit“
Der einflussreiche ultraorthodoxe Jerusalemer Rabbiner Mosche Sternbuch rief seine Anhänger in einem Brief auf, die Straße künftig zu meiden, da diese „ein Ort der Unreinheit und Zügellosigkeit ist“.

Rabbiner warnen vor „Zorn Gottes“
Das Passierverbot sei in der Interpretation einiger Rabbiner so gewichtig, dass es vorzuziehen sei, getötet zu werden, als zu sündigen. Der Rabbiner rief die zuständigen Behörden der Stadt Tiberias auf, die Situation zu beheben. Er warnte sie, dass andernfalls „der Zorn Gottes über sie kommt“.

Auch Mitglieder des Rabbinatsgerichts der radikalen ultraorthodoxen „Edah ha-Haredit“ erließen ein Nutzungsverbot für die Straße. Sie verwiesen auf eine alternative Zufahrt.

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