Seit Jahren fragen sich viele Mürzzuschlager: Wann wird endlich die alte, stinkende Teergrube bei der Stadteinfahrt saniert? Im Landtag gab Umweltlandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) Auskunft. Fazit: Es wird noch dauern – und der Ball liegt beim Bund.
Die etwa acht Meter tiefe Grube bei der westlichen Stadteinfahrt soll von 1943 bis 1960 mit Teeröl und Beizungen verfüllt worden sein. Jahrzehntelang schlummerte sie unter der Oberfläche, vor vier Jahren wurde die Grube dann durch einen Bagger beschädigt und freigelegt. Kurz darauf begannen die Untersuchungen des Landes Steiermark – alleine im Vorjahr wurden zwei Geruchsmessungen durchgeführt. Gerade in den warmen Sommermonaten ist die Geruchsbelästigung beträchtlich.
Die Frage, die sich viele in Mürzzuschlag stellen: Wann wird die alte Teergrube endlich saniert? Nun, das wird noch dauern. Im Landtag befragten die Grünen am Dienstag Umweltlandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) zu diesem Thema. Der Freiheitliche, der aus der Region stammt, sprach von einem „Schandfleck“ und von „Umweltgefährdung“, der Ball liege aber beim Bund. Anfang Jänner habe man nämlich die Ergebnisse der Messungen an das Umweltministerium und das Umweltbundesamt übermittelt, der Abschlussbericht (einer externen Firma) habe sich verzögert, liegt aber seit Ende Juni vor.
Nun sind das Ministerium und das Umweltbundesamt am Zug und müssen entscheiden, wie dringend die Sanierung ist. Zudem soll ein Verursacher gefunden werden. Dieser hat dann wiederum 18 Monate Zeit, um ein Sanierungskonzept vorzulegen. Wird kein Verursacher gefunden, muss der Bund die Kosten tragen. Zeithorizont? Unklar. „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht“, betont Amesbauer.
Mürzzuschlager bleiben im Unklaren
Für die Grünen sind die Antworten nicht befriedigend. „Die Menschen vor Ort leben seit Jahren mit einer notdürftig abgedeckten Teergrube, mit Gestank bei Hitze und mit der Sorge, ob ihre Gesundheit ausreichend geschützt ist. Nach der heutigen Antwort von Landesrat Amesbauer wissen sie vor allem eines: Er kann ihnen weiterhin nicht sagen, wann dieser Schandfleck endlich saniert wird", sagt Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl.
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