Einen Langfinger konnte die Polizei in Leoben (Steiermark) überführen: Der Angestellte eines prominenten Technologie-Unternehmens stahl über Monate Laptops, Handys und recycelte Goldbestandteile. Der Schaden beträgt mindestens 240.000 Euro. Der 31-jährige Steirer ist in Haft.
Bereits im März dieses Jahres erstattete das Industrieunternehmen aus Leoben Anzeige bei der Polizei, nachdem ein vorerst unbekannter Täter insgesamt sieben iPhones gestohlen hatte. Als eines dieser Geräte wenige Wochen später in einem Handyshop in Kapfenberg auftauchte, stießen Ermittler der Leobner Polizeiinspektion Josef-Heißl-Straße auf eine 24-Jährige aus dem Bezirk Leoben.
Sie hatte ein gestohlenes Mobiltelefon offenbar an den Betreiber des Handyshops verkauft. Sie leugnete die Tat und gab an, ihr Ausweis sei von einer anderen Person missbräuchlich verwendet worden.
Amtsbekannter geriet ins Visier
Weitere Ermittlungen führten die Polizisten schließlich auf die Spur eines 31-jährigen, wegen Einbruchsdiebstählen vorbestraften, Mann aus dem Bezirk Leoben. Der Steirer ist mit der 24-Jährigen liiert und war zum Tatzeitpunkt in dem prominenten Technologiebetrieb beschäftigt.
„Es stellte sich heraus, dass der 31-Jährige im Zuge seiner Arbeit Zugriff auf diverse Waren und Materialien des Betriebs hatte“, weiß Polizeisprecher Markus Lamb. Dabei geriet er in Verdacht, neben den genannten Mobiltelefonen auch Firmenlaptops sowie größere Mengen an Goldbestandteilen gestohlen zu haben. Das Gold wird aus dem Produktionsabwasser und dem Schlamm zurückgewonnen.
Teilweise geständig
„Er wollte die entwendeten Gegenstände nach und nach zu Geld machen“, so Lamb. Der betroffenen Firma entstand ein Gesamtschaden von mehr als 240.000 Euro. Der Verdächtige, der teilweise geständig ist, befindet sich in der Justizanstalt Leoben in Untersuchungshaft. Seine 24-jährige Freundin wird wegen des Verdachts der Hehlerei und einer möglichen Beitragstäterschaft auf freiem Fuß angezeigt.
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