Ausgerechnet zum Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg drohen auf der Fernpassroute in Tirol massive Verkehrsprobleme. Erneut werden Bürgerinitiativen die B179 mit angemeldeten Versammlungen lahmlegen. Die Behörden richten einen eindringlichen Appell an Urlauber und Ausflügler: Wer kann, soll den Fernpass an diesem Tag meiden.
Die Sperre betrifft die B 179 im Bereich Katzenberg bei Reutte sowie Rastland bei Nassereith. Wegen angemeldeter Demos von Bürgerinitiativen wird die Straße zwischen 9.45 und 12 Uhr gesperrt sein. Gleichzeitig wird auch die Hahntennjochstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. Zusätzlich treten im Bezirk Reutte Fahrverbote auf mehreren Ausweichstrecken in Kraft, um Schleichverkehr durch Ortschaften zu verhindern.
„Die Bewertung von Versammlungen sind immer individuelle Entscheidungen und orientieren sich auch an der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichtes. Vonseiten der Behörde wird für den 1. August bestmöglich versucht, ein Verkehrschaos zu verhindern. Welches Verkehrsaufkommen schlussendlich zu verzeichnen sein wird, kann nicht prognostiziert werden“, betonen die Bezirkshauptfrauen Katharina Rumpf (Reutte) und Eva Loidhold (Imst).
Gerade der Zeitpunkt sorgt für zusätzliche Brisanz. Mit Beginn der Sommerferien in zwei der bevölkerungsreichsten deutschen Bundesländer erwarten Experten besonders starken Reiseverkehr Richtung Süden.
Appell der Bezirkshauptfrauen
„Anfang August beginnen die Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg. Entsprechend ist an diesem Wochenende grundsätzlich mit einem höheren Verkehrsaufkommen als noch Ende Juni zu rechnen. Daher gilt am 1. August: Meiden Sie die Fernpassroute und umfahren Sie die Sperren großräumig“, so die beiden Bezirkshauptfrauen.
Anrainer von Sperre nicht betroffen
Für Einsatzkräfte gelten Ausnahmen von den Sperren. Auch Anrainer entlang der Hahntennjochstraße dürfen die Straße weiterhin benützen. Zwischen den beiden Sperrstellen auf der Fernpassstraße bleibt der Abschnitt im Zwischentoren geöffnet, sodass etwa Fahrten zwischen Heiterwang und Biberwier weiterhin möglich sind. Die An- und Abreise in die Zugspitzregion erfolgt während der Sperre über Ehrwald in Richtung Garmisch-Partenkirchen oder über die Berwang-Namloser Straße ins Lechtal.
Die Behörden bereiten darüber hinaus Maßnahmen vor, um die Versorgung der Region sicherzustellen und die Anrainer vor zusätzlichem Ausweichverkehr zu schützen. Die Empfehlung bleibt eindeutig: Wer nicht unbedingt über den Fernpass muss, sollte am 1. August eine andere Route wählen.
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