Die Landeshauptstadt startet eine Offensive für Radurlauber. Neue Strecken, neue Schilder, spezielle Hotels und ein großes Angebot sollen Aufschwung bringen. Klagenfurt ist mit vielen neuen Touren der Radknotenpunkt Kärntens. Vom Wörthersee aus geht's in alle Richtungen.
Klagenfurt entwickelt sich zum zentralen Ausgangspunkt für Radtouren in Kärnten. Von der Landeshauptstadt aus starten zahlreiche Tagestouren und mehrtägige Routen für Genussradler, Rennradfahrer und Gravelbike-Fans. Überregionale Radwege wie der neue Meridiem Trail führen direkt durch die Region. Dank der Koralmbahn ist Klagenfurt auch bequem und klimafreundlich mit der Bahn erreichbar.
Ein wichtiger Baustein ist das Projekt Rad Routing 5.0, an dem die Tourismusregion seit zwei Jahren arbeitet. Ziel ist es, bestehende Radwege besser sichtbar zu machen. „Wir geben 400.000 Euro für neue Schilder aus. Die erste Ausbaustufe im Norden ist mit 160 Schildern abgeschlossen. Bis zum nächsten Jahr sollen 800 Wegweiser das gesamte Regionsnetz abdecken“, sagt Tourismuschef Helmuth Micheler.
Ein Radfahrer fährt im Schnitt 40 bis 50 Kilometer am Tag. Klagenfurt ist mit neuen Strecken der perfekte Ausgangspunkt für Touren. Egal mit welchem Fahrrad.

Helmuth Micheler, Tourismus Klagenfurt
Bild: Kärnten aktiv
Bett+Bike-Zertifikat in vielen Hotels
Auch bei den Unterkünften wurde das Angebot erweitert. Insgesamt stehen 14 radfreundliche Betriebe zur Verfügung. Sechs davon tragen das international anerkannte Zertifikat „Bett+Bike“. Darüber hinaus haben sich das Hotel Sandwirth und das Hotel Seepark gezielt auf die Bedürfnisse von Radgästen spezialisiert. Das Hotel Aragia, Hotel Liebetegger, B&B Hotel Klagenfurt City, Hotel Restaurant Rösch, Hotel Restaurant Schweizerhaus und das Jugendgästehaus Klagenfurt haben das Bett+Bike-Zertifikat.
Sechs neue Genussrouten in Kärnten
Im Mittelpunkt stehen sechs neue Genussradrouten, fünf Rennradrouten und drei Gravelrouten. Aushängeschilder sind dabei der neue Meridiem Trail und die Gravel-Carinthia-Strecke. Auch die Stadt Klagenfurt beteiligt sich bei der Radoffensive der Touristiker. „Es gibt jetzt schon 337 Kilometer Radwege in der Stadt. Die Investitionssumme ist in vier Jahren von 120.000 auf 434.000 Euro gestiegen. Heuer sind es 235.000 Euro, weil Klagenfurt aufgrund des fehlenden Budgets nicht mehr Geld zur Verfügung hat“, erklärt die zuständige Straßenbaureferentin Sandra Wassermann.
„Radfahren ist mit rund 2,9 Milliarden Euro Wertschöpfung und rund 46.000 Arbeitsplätzen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Österreich. Klagenfurt ist dabei Dreh- und Angelpunkt und idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Radtouren in unserer Region. Dieses Potenzial wollen wir noch stärker nutzen und Klagenfurt als Raddestination weiter positionieren“, hebt Wirtschafts- und Tourismusreferent Stadtrat Julian Geier hervor.
500 Freiminuten mit dem Nextbike für alle Gäste
Für alle Radurlauber gibt es seit Kurzem auch ein spezielles Angebot: Wer nicht mit dem eigenen Rad anreist, der kann über das Unternehmen Nextbike eines der 300 Fahrräder anmieten. Insgesamt gibt es 50 Abhol- und Rückgabestationen. Urlaubsgäste erhalten einen Gutschein für 500 Freiminuten.
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