Sperre dauert an

Großbrand neben Tangente: Abrissfirma angerückt

Wien
04.07.2026 20:49

Weil nach dem Riesenbrand neben der Wiener Südosttangente Teile des abgefackelten Gebäudes auf die A23 stürzen könnten, bleibt die Autobahn weitläufig zu. Bis Sonntagabend – oder länger. Am Samstag rückte die Abrissfirma an.

Die Experten des Bundes- und Landeskriminalamts haben die Ermittlungen aufgenommen. Was hat den Riesenbrand in dem Entsorgungsbetrieb in der Donaustädter Deinleingasse am Freitagabend ausgelöst? Eines steht fest: Verletzt oder getötet wurde zum Glück niemand. Denn auf dem Gelände dürften sich bei Ausbruch des Feuers keine Personen befunden haben. Die Rauchwolken waren, wie berichtet, weithin in der Stadt zu sehen.

Laut Feuerwehr brannten zumindest keine giftigen Chemikalien ab. Die Florianijünger standen mit 120 Einsatzkräften und 31 Fahrzeugen im Großeinsatz und konnten ein Übergreifen der Flammen auf das umliegende Gebiet verhindern.

Letzte Löscharbeiten zogen sich bis Samstagvormittag hin. Auf einer Skala von 1 (sehr einfach) bis 10 (äußert schwierig) beziffert ein Feuersprecher den Einsatz gegenüber der „Krone“ mit 7. 

(Bild: Stadt Wien | Feuerwehr)

Teile der Halle drohen auf Tangente zu stürzen
Die Folgen sind zumindest für den Verkehr gravierend. Weil Teile der völlig ausgebrannten Lagerhalle auf die angrenzende Südosttangente stürzen könnten, bleibt die Autobahn vom Knoten Kaisermühlen bis inklusive dem Stadlauer Tunnel – eine Strecke von fast acht Kilometern – in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Die Asfinag ging am Samstag von einer möglichen Freigabe am Sonntagabend aus, die Sperre könnte im ungünstigsten Fall auch länger dauern. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität“, so ein Firmensprecher. Zumindest habe das Feuer die A23 selbst bzw. die Lärmschutzwand in diesem Bereich nicht beschädigt, heißt es. Die Sperre betrifft einen besonders stark frequentierten Abschnitt der A23.

Für die nötigen Abrissarbeiten wurde eine externe Firma beauftragt.
Für die nötigen Abrissarbeiten wurde eine externe Firma beauftragt.(Bild: Asfinag)
Für den Straßenverkehr ist vor allem gefährlich, dass sich Teile der Halle lösen und durch den ...
Für den Straßenverkehr ist vor allem gefährlich, dass sich Teile der Halle lösen und durch den Wind auf die Straße geweht werden könnten.(Bild: Asfinag)

Eine Abrissfirma rückte noch am Samstag an, um die beschädigte Ruine abzutragen oder zumindest jene Teile zu entfernen, die durch den Wind auf die Tangente geschleudert werden könnten. Wie lange das dauert, blieb vorerst offen.

Am besten großräumig ausweichen
Auf den Ausweichrouten – Wagramer Straße, Erzherzog-Karl-Straße, Donaustadtstraße – müssen Autolenker laut den Verkehrsclubs bis zu 20 Minuten mehr Fahrzeit einplanen, vorausgesetzt, dass nicht weitere unvorhergesehene Ereignisse wie Unfälle zu zusätzlichen Behinderungen führen. Tipp: Großräumig ausweichen, etwa über A22 und die Reichsbrücke.

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