Nach Großbrand

Sperre intakt: Halle droht auf Tangente zu stürzen

Wien
04.07.2026 09:48

Auch am Samstagmorgen nach dem gewaltigen Brand in einer Abfallverwertungsanlage in Wien-Donaustadt ist der Feuerwehreinsatz noch nicht vollständig beendet. Während die letzten Glutnester gelöscht werden, bleibt auch die Südosttangente (A23) im Bereich der Unglücksstelle vorerst bis Sonntagabend gesperrt. Grund: Es besteht die Gefahr, dass Teile der Halle auf die angrenzende Autobahn stürzen.

Rund 120 Feuerwehrleute mit 31 Fahrzeugen standen am Freitagabend im Großeinsatz. Gegen 18 Uhr ist in der Lagerhalle sowie im angrenzenden Freigelände eines Entsorgungsbetriebs Feuer ausgebrochen. Wegen der raschen Brandausbreitung und der gewaltigen Rauchentwicklung wurde sofort Alarmstufe 4 ausgelöst. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Obwohl es gegen 21 Uhr „Brand aus“ hieß, war die Feuerwehr auch am Samstagvormittag vor Ort, um die letzten Nachlöscharbeiten durchzuführen. 

Teile der Halle könnten auf Tangente stürzen
Gleichzeitig hat sich ein Statiker die ausgebrannte Ruine angesehen. Ergebnis: Es besteht akute Gefahr, dass Teile der Halle auf die angrenzende Autobahn stürzen könnten. Die ASFINAG wurde beauftragt, eine weitere Einschätzung im Laufe des Tages abzugeben. Eine Abrissfirma wurde ebenfalls beauftragt. Deshalb bleibt die Tangente mindestens bis Sonntagabend in beiden Richtungen gesperrt.

(Bild: APA/TOBIAS STEINMAURER)
(Bild: Stadt Wien | Feuerwehr)
(Bild: MA 68)
(Bild: MA 68)

Übergreifen der Flammen rechtzeitig verhindert
Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und weitere Bereiche des Betriebs zu verhindern. Gegen 21 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die aufwendigen Nachlöscharbeiten zogen sich allerdings bis in die Morgenstunden. Auch am Samstag wurden Glutnester abgelöscht und das Gelände gesichert.

Brandursache ist weiter unklar
Während des Brandausbruchs befanden sich laut Feuerwehr keine Menschen in der Lagerhalle. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Warum das Feuer ausbrach, ist laut Polizei weiterhin unklar. Demnach können die Ermittlungen zur Brandursache erst beginnen, sobald der Brandort sicher betreten werden kann. Zusätzlich werden Brandsachverständige des Bundeskriminalamtes hinzugezogen.

Über A22 ausweichen
Auf den unmittelbaren Ausweichstrecken, wie der Erzherzog-Karl-Straße und der Stadlauer Strasse, gab es bereits in der Früh teils erhebliche Verzögerungen, die dann auch im Laufe des Samstags zugenommen hatten. „Wir empfehlen hier bei Möglichkeit großräumig, wie etwa über die A22, auszuweichen“, sagte eine Sprecherin des ÖAMTC.

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