Auch am Samstagmorgen nach dem gewaltigen Brand in einer Abfallverwertungsanlage in Wien Donaustadt ist der Feuerwehreinsatz noch nicht vollständig beendet. Während die letzten Glutnester gelöscht werden, bleibt auch die Südosttangente (A23) im Bereich der Unglücksstelle weiter gesperrt. Grund: Es besteht die Gefahr, dass Teile der Halle auf die angrenzende Autobahn stürzen.
Rund 120 Feuerwehrleute mit 31 Fahrzeugen standen am Freitagabend im Großeinsatz. Gegen 18 Uhr ist in der Lagerhalle sowie im angrenzenden Freigelände eines Entsorgungsbetriebs Feuer ausgebrochen. Wegen der raschen Brandausbreitung und der gewaltigen Rauchentwicklung wurde sofort Alarmstufe 4 ausgelöst. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Obwohl es gegen 21 Uhr „Brand aus“ hieß, ist die Feuerwehr auch am Samstagvormittag vor Ort, um Nachlöscharbeiten durchzuführen.
Gleichzeitig hat sich ein Statiker die ausgebrannte Ruine angesehen. Ergebnis: Es besteht akute Gefahr, dass Teile der Halle auf die angrenzende Autobahn stürzen könnten. Deshalb bleibt die Tangente bis auf weiteres in beiden Richtungen gesperrt.
Übergreifen der Flammen rechtzeitig verhindert
Den Einsatzkräften gelang es schließlich, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und weitere Bereiche des Betriebs zu verhindern. Gegen 21 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die aufwendigen Nachlöscharbeiten zogen sich allerdings bis in die Morgenstunden. Auch am Samstag werden noch Glutnester abgelöscht und das Gelände gesichert.
Brandursache ist weiter unklar
Während des Brandausbruchs befanden sich laut Feuerwehr keine Menschen in der Lagerhalle. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Warum das Feuer ausbrach, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiter auf Hochtouren.
Über A22 ausweichen
Auf den unmittelbaren Ausweichstrecken, wie der Erzherzog-Karl-Straße und der Stadlauer Strasse, gab es bereits in der Früh teils erhebliche Verzögerungen, die im Laufe des Samstags zunehmen dürften. „Wir empfehlen hier bei Möglichkeit großräumig, wie etwa über die A22, auszuweichen“, sagte eine Sprecherin des ÖAMTC.
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