Alarm in Frankreich

Hitzewelle forderte bereits 40 Tote beim Baden

Ausland
23.06.2026 20:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Frankreich wurde der heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet. In den vergangenen Tagen sind landesweit 40 Menschen beim Schwimmen in unbewachten Gebieten ertrunken. Der Premierminister des Landes sprach von einer „tragischen Epidemie“ an Badeunfällen.

Seit der vergangenen Woche ächzt Frankreich unter einer Hitzewelle, am Montag war mehr als die Hälfte des Landes von der höchsten Warnstufe Rot betroffen. Für Dienstagnachmittag prognostizierte der Wetterdienst Temperaturen von 39 Grad.

„Tragische Epidemie an Unfällen“
„Es gibt eine tragische Epidemie an Badeunfällen“, sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag. „Die neuesten Zahlen, die uns vorliegen, sprechen von 40 Todesfällen seit dem 18. Juni. Die meisten Opfer sind junge Menschen.“ Auch die Ministerin für Sport und Jugend, Marina Ferrari, rief am Dienstag dazu auf, „die Sicherheitsvorschriften einzuhalten“. Bei allem Verständnis für das Bedürfnis nach Abkühlung sei es „nicht ohne Risiko, in unbeaufsichtigten Gewässern zu schwimmen“.

„Alkohol extrem gefährlich“
„Bei einem solchen Temperaturschock muss man extrem vorsichtig sein“, warnte die Ministerin. Auch verwies sie darauf, dass „Alkohol und Schwimmen sich überhaupt nicht vertragen“. Erst kürzlich verhängte Frankreich unter anderem wegen der Hitze ein Alkoholverbot in einigen Departments. Besonders kontrolliert wurde ein Ausgehviertel am Kanal Saint-Martin. Aufgrund der hohen Temperaturen haben besonders Jugendliche den Kanal in ein Schwimmbecken verwandelt und springen von den Schleusen.

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