Nein, nicht von der Fußball-WM ist hier die Rede, obwohl das peinliche Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft dazu passen würde.
Es geht eher um ein Phänomen, das die Österreicher in Bezug auf ihre großen Nachbarn beobachten können: Wir haben nicht nur im Sport, sondern vor allem auch in der Wirtschaft die deutsche Gründlichkeit und Genauigkeit bewundert. Das war gestern. Heute wissen wir, dass diese Ära längst vorbei ist: Deutschland legt eine Flop-Parade unfassbaren Ausmaßes hin.
Beispiele gefällig? Der Flughafen Berlin hat neun Jahre Verspätung „aufgerissen“, er wurde auch um sieben Milliarden Euro teurer als geplant, und unter anderem hat man dort 170.000 Kilometer falsch verlegte Kabel entdeckt.
Oder der legendäre Bahnhof „Stuttgart 21“: Er hätte schon längst fertig sein sollen, jetzt heißt es, dass er frühestens 2031 (!) eröffnet werden kann. Statt 11,5 werden inklusive der Folgeprojekte 25 Milliarden Euro fällig.
Ein Spezialfall sind die 40.000 Brücken in unserem Nachbarland: Rund die Hälfte davon ist sanierungsbedürftig und kann derzeit nur eingeschränkt genutzt werden. Wenn nicht überhauptgleich neu gebaut werden muss.
Die deutsche Regierung hat zwar Hunderte Infrastruktur-Milliarden bewilligt, aber dennoch standen in ganz Deutschland alle Züge zwei lange Stunden still. Eine Österreicherin als Bahn-Chefin soll das ändern ...
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