Im Fall des im Tiroler Brixen grausam getöteten Katers „Schmotzers“ hat die Tiroler Polizei die vier mutmaßlichen Täter nun wegen des Verdachts der Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Eine Entscheidung über eine Anklage fällt noch in dieser Woche.
Ende April sollen die vier jungen Männer den fünf Jahre alten Kater auf einem Schotterplatz in Brixen im Thale (Bezirk Kitzbühel) auf bestialische Weise getötet und die Tat auch noch auf Video aufgenommen haben. Ein Aufschrei des Entsetzens weit über Tirol hinaus war die Folge.
Bericht an Staatsanwaltschaft
Die Tiroler Polizei hat seither akribisch in dem Fall ermittelt und jetzt ihren Endbericht an die Staatsanwaltschaft in Innsbruck geschickt. Dies bestätigt deren Sprecher Hansjörg Mayr gegenüber der „Krone“.
Es gibt eine Anzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen die vier Personen.

Hansjörg Mayr, Sprecher Staatsanwaltschaft Innsbruck
Bild: Christof Birbaumer
„Es gibt eine Anzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen die vier Personen“, so Mayr. Zeitnah werde nun entschieden, ob Anklage gegen die Unterländer erhoben wird. „Die Entscheidung fällt noch in dieser Woche“, sagt der Pressesprecher.
Kommen Täter milde davon?
Tierschützer fürchten, dass den Tätern bei einer Anklage wenig „passieren“ würde. Denn Ersttäter kommen laut Experten bei Tierquälerei üblicherweise ungeschoren oder lediglich mit einer bedingten Strafe davon.
Rückschlag für Tierschützer
Unterdessen mussten die Tierschützer einen Rückschlag hinnehmen. Denn jene Frau, die laut Tierschutzanwalt Sascha Flatz „Schmotzers“ Besitzerin war, darf sich doch nicht an ein Verfahren „anhängen“, weil sie das Tier nur gepflegt habe. Flatz will dagegen aber berufen.
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