Von der am Dienstag bekannt gewordenen Schließung dreier Logistikstandorte der Salzburger Stieglbrauerei in Tirol und Oberösterreich sind insgesamt 48 Personen betroffen, 20 davon in Asten (OÖ). Die Zusteller und Lagermitarbeiter werden beim AMS zur Kündigung angemeldet, sollen aber von den neuen Logistikpartnern übernommen werden.
Die beiden Tiroler Standorte in Wörgl und Inzing sollen im September schließen, der im oberösterreichischen Asten im November. Die Zahl der Betroffenen in Tirol beläuft sich laut Stiegl auf 28, in Oberösterreich seien es 20 Personen. In Summe meldet die Privatbrauerei also 48 Mitarbeiter zur Kündigung an. Sie sollen aber alle das Angebot bekommen, von den neuen Logistikpartnern, die für Stiegl künftig die Belieferung der Gastronomie durchführen, übernommen zu werden. Zudem gibt es für die Betroffenen im Fall der Fälle Sozialpläne, betont Stiegl gegenüber der „Krone“.
Die Logistik im restlichen Österreich behält Stiegl weiter in der eigenen Hand. Zudem bleiben auch Vertrieb und Verkauf in Tirol und Oberösterreich aufrecht. In Asten arbeiten neben jenen 20 Beschäftigten, die nun zur Kündigung angemeldet werden, weitere 20 Personen bei Stiegl. Sie sollen ihre Jobs behalten, aber an einen neuen Standort in Oberösterreich übersiedeln.
„Eigene Logistik nicht mehr effizient ausgelastet“
Als Grund für den Schritt nennt die größte Privatbrauerei Österreichs einen deutlichen Rückgang im Gastronomiegeschäft. „Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass wir für die Gastronomie-Belieferungen dauerhaft deutlich weniger Ressourcen benötigen. Kurzum: Wir verfügen in Teilen Österreichs über eine eigene Logistik, die wir nicht mehr effizient auslasten können“, sagt Stiegl-Geschäftsführer Herbert Bauer.
Der Umbau in den Bundesländern Tirol und Oberösterreich soll gleichzeitig den Hauptstandort in Salzburg-Maxglan stärken. Stiegl betonte, dass durch diese Maßnahme hunderte Arbeitsplätze in Salzburg gesichert werden. Bis 2030 soll ein hoher zweistelliger Millionenbetrag in den Brauereistandort Salzburg fließen, am Standort in Wildshut werden 3,5 Millionen Euro in eine neue Brauerei für Spezialbiere investiert.
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