Der oberösterreichische Motorenbauer Steyr Motors ist heuer im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis unter dem Strich drehte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von plus 2,4 Millionen Euro auf minus 1,2 Millionen Euro.
Der Umsatz gab leicht von 23,1 auf 22,8 Millionen Euro nach. Die Prognose für 2026 wurde gekappt, die Ziele für 2027 gekippt. Als Grund für den Schritt hatte das börsennotierte Unternehmen bereits am Montag Verzögerungen bei internationalen Rüstungsprojekten genannt. Konkret rechnet die Unternehmensführung für das Gesamtjahr 2026 nur noch mit einem Konzernumsatz von 56 Millionen bis 61 Millionen Euro, was einem Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Bisher waren 75 Mio. bis 95 Millionen Euro angepeilt worden.
310 Millionen Euro Auftragsbestand
Steyr Motors entwickelt und produziert Antriebe vor allem für den Rüstungssektor, etwa für militärische Fahrzeuge sowie Boote. Operativ war das börsennotierte Unternehmen heuer im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode massiv gebremst unterwegs. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde ein Verlust (EBITDA) von 275.000 verzeichnet, nach einem Gewinn in der Vorjahresperiode von 3,9 Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 1,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: Gewinn von 3,4 Millionen Euro). „Das bereinigte EBIT belief sich auf 0,1 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 0,4 Prozent“, teilte das Unternehmen in einer Aussendung knapp mit. Der Auftragsbestand belaufe sich auf 310 Millionen Euro und habe weiter ausgebaut werden können.
Ziele nicht haltbar
Auch beim Gewinn werden die ursprünglichen Ziele verfehlt: Die erwartete EBIT-Marge sinkt von zuvor mindestens 15 Prozent auf nun acht bis zwölf Prozent. Als Hauptgrund für die Korrektur werden verschleppte öffentliche Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse bei internationalen Projekten genannt.
Auch die bisherige Mittelfristprognose für das kommende Jahr, die einen Umsatz von rund 140 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 40 Millionen Euro vorsah, ist nicht haltbar und wird zurückgenommen.
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