Ein plötzlich aufziehendes Unwetter hat am Dienstagnachmittag am Millstätter See für eine Serie von Notfällen gesorgt. Mehrere Wassersportler gerieten durch Sturmböen und hohe Wellen in Seenot.
Ereignet hat sich die Einsatzserie, als ein heftiges Unwetter über den Millstätter See zog. „Aus nahezu Windstille entwickelten sich starke Sturmböen mit hohen Wellen, wodurch zahlreiche Wassersportler in Not gerieten“, berichtet Fabian Nikolasch von der Freiwilligen Feuerwehr Millstatt.
Zunächst blockierten ein Felssturz und ein umgestürzter Baum die Straße zwischen Millstatt und Pesenthein. Kurz darauf gingen bei den Einsatzkräften Meldungen über zwei in Not geratene Stand-up-Paddler, zwei Kanufahrer und einen Schwimmer auf dem offenen See ein.
Rettung aus dem Wasser
Einem der Stand-up-Paddler war es bereits gelungen, das Ufer selbstständig zu erreichen. Sein Begleiter wurde von den Helfern im Wasser angetroffen und in Sicherheit gebracht. Auch der Schwimmer, der mit den hohen Wellen zu kämpfen hatte, konnte dank einer genauen Beschreibung rasch gefunden werden.
„Das herrenlos treibende Boot wurde durch die Einsatzkräfte gesichert, um eine weitere Gefährdung anderer Wasserfahrzeuge auszuschließen“, so Nikolasch. „Während der weiteren Einsätze wurden zahlreiche durch den Sturm ins Wasser gelangte Hindernisse, darunter Holzstücke und Fässer, geborgen und entfernt.“
Auch an Land gefordert
Die Einsatzserie war damit aber noch nicht zu Ende. Ein mit Wasser vollgelaufenes Elektroboot musste von einem Steg geborgen werden. Gleichzeitig waren weitere Kräfte im Gemeindegebiet von Millstatt im Einsatz, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen.
Aus einer misslichen Lage befreit werden musste zudem eine Person, die in einem Lift eingeschlossen war und den Vorfall unversehrt überstand. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller eingesetzten Organisationen konnten sämtliche Einsätze ohne Personenschäden abgeschlossen werden“, lobt Nikolasch die gelungenen Rettungsaktionen.
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