ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz geht in Pension: Am Dienstag verabschiedete er sich mit einem Video wehmütig von seinen Kollegen im Belgrader ORF-Auslandsbüro. Ihm folgt ab 1. Juli Cornelia Primosch nach.
Nach 26 Jahren intensiver Arbeit beendet der ORF-Star seinen Dienst in der serbischen Hauptstadt. Zu diesem Anlass ehrte er gerührt seine Mitarbeiterin Ljubica mit einem großen Blumenstrauß und überreichte ihr alle Schlüssel. Den Kollegen Midscha umarmte er traurig. Der war bemüht, die Stimmung wieder aufzuhellen. Danach setzte sich der 64-Jährige ins Taxi – und fuhr davon.
Seit 1999 berichtete Wehrschütz als ORF-Korrespondent aus Belgrad über das ehemalige Jugoslawien und Albanien. Seit September 2015 ist er außerdem Leiter des ORF-Büros in Kiew. „Eine intensive, aber schöne Zeit! Danke auch an meine Familie für die Unterstützung und auch Danke an jeden von euch. Der Ukraine bleibe ich noch bis 31.10. erhalten“, verlautete es aus seiner auf Facebook geteilten Botschaft.
Auch Karim El-Gawhary geht
Seinen letzten Arbeitstag hatte auch der langjährige Nahost-Korrespondent des ORF, Karim El-Gawhary. Begründet worden war die Auflösung des Dienstverhältnisses mit Löchern im Budget. „Dass er – wie auch andere großartige Kolleginnen und Kollegen – den ORF verlassen muss, ist auch eine Folge des Sparpaketes, das die Politik dem ORF per Gesetz auferlegt hat. Diese Hunderten Millionen können nur eingespart werden, wenn weiter Personal abgebaut wird. Das ist die Folge der sogenannten ,Effizienzsteigerungen‘, die von der Politik verlangt werden“, führte der ORF-Redaktionssprecher aus.
Doch ausgerechnet am Dienstag schrieb der ORF eine neue Büroleitung in Beirut aus. Für den Korrespondenzjob in der Hauptstadt des Libanon winkt ein Mindest-Bruttojahresgehalt von 68.343,10 Euro inklusive Zulagen.
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