Front wächst

Sommerferien ab Mitte Juni? Polit-Plan gegen Hitze

Innenpolitik
30.06.2026 16:00

Die Hitzewelle löst eine Debatte über die Vorverlegung der Sommerferien aus. Nach Wiens Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) spricht sich nun auch der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) für eine Vorverlegung um zwei Wochen aus.

Die Daten zeigen, dass der Sommer immer früher beginne und somit auch die Hitzezeiten, so Fellner: „Im September hinaus wird es dann schon kühler. Deshalb halte ich es einfach für gescheit, wenn wir uns österreichweit zusammensetzen und sagen: ,Verlegen wir doch die Sommerferien zwei Wochen nach vorne.‘“

„Mehr pädagogischen Sinn für die Herbstferien“
Das hätte auch den Vorteil, dass mit dem früheren Schulbeginn die Lernphase bis zu den Herbstferien länger wäre: „Dann bekommen die Herbstferien auch pädagogischen Sinn. So wie es jetzt ist, ist das ein Geschenk an die Wirtschaft“, sagte der Landeshauptmann in der „Kärntner Krone“.

Kurz vor der Zeugnisverteilung leiden Schüler derzeit unter extremer Hitze in den ...
Kurz vor der Zeugnisverteilung leiden Schüler derzeit unter extremer Hitze in den Klassenzimmern.(Bild: APA/TOBIAS STEINMAURER)

Momentan halte man „starr an einer Ferienregelung fest, die vor 80 Jahren fixiert worden ist. Historisch gesehen waren die Sommerferien an die landwirtschaftlichen Erntezeiten angepasst. Heute holt der Landwirt ja auch dann die Ernte ein, wenn sie reif ist und nicht, wann es vor 80 Jahren üblich gewesen ist“, so Fellner.

Vorverlegung schon 2027
Er ist für eine Vorverlegung schon im nächsten Jahr. „Aber wenn man sagt, wir einigen uns darauf, dass das in zwei Jahren kommt, damit der Planungsprozess besser vonstattengehen kann, dann ist für mich das auch in Ordnung“, wird Fellner zudem im ORF zitiert.

Landeshauptmann Fellner prescht vor.
Landeshauptmann Fellner prescht vor.(Bild: LPD Kärnten/Kuess)

Klar müsse auch sein, dass das nicht die einzige Maßnahme sein kann, sagte der Landeshauptmann: „Aber das wäre eine, die relativ rasch umsetzbar wäre und dann gefolgt von baulichen Maßnahmen, die wir natürlich sowieso im Auge haben müssen.“

Immer mehr Hitzetage bringen die Schulen an ihre Grenzen
Vor allem in Wien bringen immer mehr Hitzetage im Juni die Schulen an ihre Grenzen, in Klassenzimmern werden teils über 30 Grad gemessen. Hitzefrei gibt es nicht. Deswegen brachte Wiens Bildungsstadträtin Emmerling als Erstes eine Vorverlegung der Sommerferien als mögliche Lösung ins Spiel.

„Wenn die Hitze im Juni massiv steigt und wir gleichzeitig sehen, dass ab Mitte August zum Beispiel die Tage kürzer werden und auch die Nächte kühler, was auch eine effektivere Kühlung der Räume ermöglichen würde, dann kann man drüber nachdenken und eine Diskussion darüber führen, ob wir die Sommerferien nicht vorverlegen“, so Emmerling. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) kündigte an, den Vorschlag prüfen zu lassen.

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