Besitzer angezeigt

Fiakerpferd brach nieder: Vor Ort eingeschläfert

Österreich
04.03.2026 15:50

Es sind Bilder, die nicht nur Tierfreunden einen kalten Schauer über den Rücken jagen dürften. In Wien-Simmering ist am Mittwoch ein Fiakerpferd zusammengebrochen. Das Tier war in einem dermaßen schlechten Allgemeinzustand, dass es noch auf der Straße eingeschläfert werden musste ...

Das Pferd war in der Haidestraße auf Höhe einer Bushaltestelle zusammengebrochen. Augenzeugen des Vereins gegen Tierfabriken berichteten, dass der Fahrer des Gespanns zuerst keine Anstrengungen unternahm, dem Tier Geschirr und Zaumzeug abzunehmen – erst Helfer, die herbeieilten, handelten entsprechend. 

Pferd alt und abgemagert
Auch die Polizei traf kurze Zeit später ein und sicherte die Straße. Ein herbeigerufener Tierarzt stellte fest, dass das Pferd in einem schlechten Allgemeinzustand war. Nicht nur war das Tier bereits etwa 30 Jahre alt, auch der Futterzustand ließ zu wünschen übrig. Auf Fotos sind deutlich die Rippen des Tieres zu sehen. Da das Pferd äußerst schwach war, wurde entschieden, den Rappen noch vor Ort zu erlösen. 

Augenzeugen fotografierten die dramatischen Szenen in Wien-Simmering.
Augenzeugen fotografierten die dramatischen Szenen in Wien-Simmering.(Bild: VGT)
(Bild: VGT)
(Bild: VGT)
(Bild: VGT)

Der Halter des Pferdes genießt unter den Berufskollegen keinen allzu guten Ruf, wie die „Krone“ erfuhr. Auch wurde der Betrieb bereits mehrfach wegen der Haltungsbedingungen und des Umgangs mit den Pferden angezeigt. Nach dem Vorfall am Mittwoch erging eine weitere Anzeige, der Amtstierarzt wurde ebenfalls in Kenntnis gesetzt.

Besitzer bereits mehrfach angezeigt
Pferde können bei guter Pflege 30 Jahre und älter werden, im Normalfall genießen die Tiere dann allerdings bereits ihre Pension auf der Weide. Der Besitzer des am Mittwoch verunfallten Pferdes hat eine unbefristete Gewerbeberechtigung für insgesamt vier Gespanne mit je zwei Pferden. 

Der Vorfall dürfte die Diskussion rund um die Fiaker in Wien einmal mehr anheizen. Zwar bemüht sich der Großteil der Betreiber um eine artgerechte Haltung und Transparenz – schwarze Schafe rücken allerdings die Branche immer wieder in ein schlechtes Licht. Manche Tierschutzorganisationen, darunter auch der VGT, fordern ein komplettes Verbot der Fiakerpferde in Wien. 

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