Katars Ministerpräsident hat angekündigt, dass sein Land „in einigen Wochen“ wieder Flüssigerdgas (LNG) produzieren werde. Die Produktion werde „auf ein normales Niveau steigen“, sagte Mohammed bin Abdulrahman Al Thani am Mittwoch. Katar hat vor dem Iran-Krieg ein Fünftel des weltweiten Bedarfs gedeckt.
„Unsere Teams werden schon seit ein paar Wochen mobilisiert“, sagte Scheich Mohammed. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy bereite sich auf einen normalen Betrieb vor, sobald sich auch die Lage in der Straße von Hormuz wieder normalisiere. Derzeit müssten noch Fragen geklärt werden. Die Gasanlage Ras Laffan, die durch iranische Angriffe im Krieg und durch eine Explosion beschädigt wurde, soll zunächst kein Flüssigerdgas produzieren.
Laut einem Abkommen von 2022 will Katar ab diesem Jahr auch nach Deutschland liefern. Die geplante Menge könnte ungefähr drei Prozent des deutschen Jahresbedarfs decken. Katar ist einer der größten Produzenten von Flüssigerdgas und deckt normalerweise ungefähr ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Seit dem Iran-Krieg wurden sowohl die Herstellung als auch der Export aus dem arabischen Land über die Straße von Hormuz gestoppt.
Bei Ereignissen, die außerhalb der Kontrolle von Vertragsparteien liegen, wie Naturkatastrophen, Krieg oder Pandemien, sind Länder von ihren Lieferpflichten entbunden. Aktuell soll der Schiffsverkehr über die Straße von Hormuz wieder laufen.
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