Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH (KUGES) hat beschlossen, den Vertrag mit Stephanie Gräve als Intendantin des Vorarlberger Landestheaters vorzeitig zu beenden und macht dabei von seinem vertraglich vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch.
Nun ist es also entschieden: Das Land trennt sich von Stepahnie Gräve, der mittlerweile freigestellten Intendantin des Vorarlberger Landestheaters. Grundlage für die Entscheidung ist die nachhaltige Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Intendantin, Geschäftsführung und Eigentümervertretung. „Der Aufsichtsrat ist einstimmig zur Überzeugung gelangt, dass die Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist, um den Mitarbeitenden Sicherheit und eine Perspektive noch vor Spielzeitende zu geben,“ sagt die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink dazu.
Bis Vertragsende bleibt Stephanie Gräve dienstfreigestellt. Der Fokus liege nun auf der Sicherstellung eines geordneten Theaterbetriebs nach der Sommerpause sowie der Vorbereitung der kommenden Spielzeiten, heißt es vonseiten der KUGES. Für 2026/27 und 2027/28 soll rasch eine interimistische künstlerische Leitung bestellt werden. Die Vorbereitungen für die bühnentechnische Sanierung und die kommenden Produktionen laufen planmäßig weiter.
Die Kündigung ist wohl das letzte Kapitel im Streit zwischen Gräve und dem Land Vorarlberg. Gräve hatte im Zuge der Auseinandersetzung KUGES-Geschäftsführerin Monika Wagner angezeigt – wegen Urkundenfälschung. Die Staatsanwaltschaft konnte kein Vergehen erkennen, die Ermittlungen wurden eingestellt. Gräve wurde vor Jahren schon einmal freigestellt, bei einem Engagement in der Schweiz.
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